Dem heiligen Wolfgang sei Dank

Die wundersamen Dinge müssen die Wanderer sich verdienen. Der Aufstieg auf den Falkenstein zieht sich trotz der Kreuzwegstationen, an denen sie verharren und Luft holen können. Teilweise geht es steil bergan und so manche(r) kommt dabei ins Keuchen. Droben steht dann die Kapelle, wo der heilige Wolfgang dereinst als Eremit gelebt haben soll, nachdem der Bischof aus Regensburg an den Mondsee geflohen war. Legendär ist der „Hacklwurf“ des frommen Mannes, der die Existenz des Örtchens St. Wolfgang begründete – eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Ratgeberbuch für Tourismusentwicklung.

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Das Recht auf Reisen

Eine Million Deutsche gehen alle Jahre wieder nach ihrem Urlaub zum Anwalt, weil sie Mängel entdeckt haben. Sind die Deutschen ein Volk von Querulanten? „Beschwerden gehören zum Urlaub wie der Eiffelturm zu Paris oder das Hofbräuhaus zu München“, beschwichtigt Prof. Karl Born, der als Vorstand bei der TUI „ZAK – Zügige Abhilfe und Kulanz“ eingeführt hat, um Mängel möglichst schon vor Ort zu beheben. Beim Reiserechtsforum in der Hochschule Kempten zum Abschied von Prof. Dr. Ernst Führich (Bild) zitiert der Touristiker Douglas Adams („Das Restaurant am Ende des Universums“): „Der Reiseführer ist endgültig, die Wirklichkeit ungenau.“

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Die Zukunft des Reisens

Die Signale von der Stuttgarter Reisemesse CMT könnten besser nicht sein: Die Deutschen wollen wieder vermehrt verreisen. 78 Prozent haben sich bereits Gedanken über ihren Urlaub gemacht. Darüber und über die Zukunft des Reisens sprachen wir mit dem Politologen und Zukunftsforscher Klaus Burmeister. Die Branche erwartet für 2011 ein Rekordjahr – und das trotz der Unruhen in Tunesien, der Sintflut in Australien und dem Winterchaos auf Schienen und Flughäfen. Wie leidensfähig sind denn die Reisenden, Herr Burmeister?Burmeister: Touristen haben eine hohe Anpassungs-Kompetenz. Sie haben gelernt – auch und vor allem in Zeiten des Terrorismus – mit Risiken sehr gut umzugehen und akzeptiert, dass Reisen immer mit Risiken behaftet sind.

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Ungarn: Stark durch Schwäche?

Vor dem ungarischen Parlament weht die Nationalflagge mit einem Loch in der Mitte, genau da, wo einst Hammer und Sichel die Farben grün-weiß-rot verunzierten. Sie erinnert an den verzweifelten Aufstand 1956, der blutig niedergeschlagen wurde. Das große Loch in der Flagge wirkt heute jedoch fast wie ein Symbol für die Situation des Landes, das in diesem ersten Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft inne hat. Klafft doch im ungarischen Haushalt ein Riesenloch und auch das Demokratieverständnis des rechts-konservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban scheint noch recht lückenhaft. Mit einem neuen Mediengesetz hat der Populist praktisch die Pressefreiheit außer Kraft gesetzt.

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