„Ich reise nicht als holy Andrew“ – Der Reiseautor Andreas Altmann im Gespräch

© Nathalie Bauer
Er ist 63 und kein bisschen weise. Oder abgeklärt wie andere in seinem Alter. Andreas Altmann hat sich eine fast kindliche Neugier bewahrt und eine Sturm-und-Drang-Mentalität, die sich auch in wütenden Attacken gegen Andersdenkende äußert. In dem Buch "Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend" hat er seine Kindheit und Jugend in Altötting aufgearbeitet. In seinem neuen Buch "Gebrauchsanweisung für die Welt" ist er wieder zu seinem großen Thema "Reisen" zurückgekehrt. Ein Gespräch über Touristen, Traveller und die Kunst unterwegs zu sein. 

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Das griechische Lefkas ist eine Insel der Seligen – und Athen ist weit weg

Es muss die Lebensqualität in diesem Stückchen Griechenland sein, die den Unterschied macht, die Menschen bleiben und andere kommen lässt. Menschen wir Spiros Mikronis, den 36-jährigen Griechen, der in North Carolina aufgewachsen ist, auf Lefkas seine Jugendjahre verbracht hat und als erfolgreicher Manager zurück gekommen ist. Menschen auch wie Helmut Karcher Picard, den 66-jährigen Deutschen, der sich in Lefkas zu Hause fühlt. 

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Mallorca: Eine Insel für alle

Auf den Sträßlein durchs Inselinnere muss man auf alles gefasst sein: rasende Radfahrer aller Altersgruppen in Papageienbunt, Motorradfahrer in schwarzer Einheitskluft, Wanderer mit Kind und Kegel, Busse und Wohnmobile. Mallorca scheint von Touristen überschwemmt. Doch Hotelier Martin Xamena schüttelt bekümmert den Kopf. Nein, voll ist sein Hotel jetzt im Vorsommer nicht. Trotz der vielen Stammgäste und obwohl es die schönste Zeit auf der Insel ist. Der Duft von Kräutern und Zistrosen liegt in der Luft, begleitet von einem Hauch von Jasmin und Zitrone. Die Wiesen stehen in voller Blüte, blau ist das Meer, grün die Landschaft. Die sommerliche Hitze hat Mallorca noch nicht im Würgegriff.

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Bollwerk der Tradition: Das Hotel National in Champéry

Man kann sich gut vorstellen, wie es vor gut 120 Jahren war, damals als das kleine Bergdorf Champéry sich dem Tourismus öffnete und die ersten Hotels entstanden. Das heutige Hotel National war eines davon und es steht bis heute wie ein majestätisches Relikt aus den Anfangszeiten des Bergtourismus. Eine historische Trutzburg mit schmiedeeisernen Balkonen, die den Blick auf die Felsnadeln der Dents du Midi und die schroffen Felsen der Dents blanches frei geben.

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Wohin in Ägypten?

Der arabische Frühling hat in Ägypten große Hoffnungen geweckt, den Tourismus aber empfindlich getroffen. Auch die Wahlen ändern daran nichts. Immer wieder neu aufflammende Demonstrationen halten viele Touristen davon ab, eine Reise nach Ägypten zu buchen. Doch wer jetzt nach Ägypten reist, hat die Chance, die Sehenswürdigkeiten am Nil und die Tempel von Abu Simbel ohne störende Menschenmassen bewundern zu können. Auch die Bade- und Tauchziele am Roten Meer sind nicht überfüllt. Was Kairo und die Pyramiden angeht, sollte man sich vorher gründlich informieren.

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Ägypten: Land im Umbruch

Blicke ich rechts aus dem Fenster, sehe ich einen Alten in schmutziggrauer Galabia auf einem dürren Esel vor dem Nilkanal, schaue ich nach links, schiebt sich ein Schwertransporter ins Bild, hinter dem sich die Autos stauen. Zwei Bilder, ein Land: Ägypten. Ein Land der Gegensätze, in dem die Vergangenheit neben der Zukunft existiert so wie der Eselkarren neben dem Auto, die Galabia neben dem Anzug, die Feluke neben dem Kreuzfahrtschiff.

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Spreewald: Eine Frage der Tradition

„Man muss nicht Knoblauch essen, um hier einsam zu sein“, sagt ein Spreewalder. Recht hat der Mann, zumindest wenn er ans flache Land denkt. Denn im 1575 Kilometer großen Spreewalder Wasserreich herrscht Hochbetrieb fast wie in den besten Zeiten auf dem Nil. Die Fährmänner und –Frauen haben Mühe, ihre Kähne aneinander vorbei zu staken und vor dem liebevoll möblierten Freilandmuseum Lehde legen sie auch in zweiter Reihe an.

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Unter dem Vulkan

„Don’t fuck with Island. We may not have cash. But we got ash.” Sie nehmen’s mit Humor, die Isländer. Was bleibt ihnen auch anderes übrig. Nachdem genau ein Jahr nach dem berüchtigten Eyafjallajökull der Grimsvötn ausgebrochen war und die Flugpläne durcheinander gewirbelt hatte. Der Vulkan hatte sich beruhigt, als wir nach Island aufgebrochen sind. Aber es lag noch was in der Luft, die alles andere als sommerlich mild war.Regen. Später auch Schnee.

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Bali: Götter, Kräuter, Küchenrezepte

Hühner gackern, ein Hahn kräht, Hunde bellen, Kinder kreischen, Mopeds knattern, Autos hupen. Die Geräusche der Straße auf Bali sind ganz anders als bei uns. Und manchmal hat die sich durch Dörfer und Reisterrassen hindurch windende Fahrbahn auch mehr Löcher als Belag. Doch wen stört das schon in dieser paradiesischen Landschaft?

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Dem heiligen Wolfgang sei Dank

Die wundersamen Dinge müssen die Wanderer sich verdienen. Der Aufstieg auf den Falkenstein zieht sich trotz der Kreuzwegstationen, an denen sie verharren und Luft holen können. Teilweise geht es steil bergan und so manche(r) kommt dabei ins Keuchen. Droben steht dann die Kapelle, wo der heilige Wolfgang dereinst als Eremit gelebt haben soll, nachdem der Bischof aus Regensburg an den Mondsee geflohen war. Legendär ist der „Hacklwurf“ des frommen Mannes, der die Existenz des Örtchens St. Wolfgang begründete – eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Ratgeberbuch für Tourismusentwicklung.

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