Nachlese von der Tourismusbörse

Mit einem Besucheransturm ging die Tourismusbörse am Wochenende im winterlichen Berlin zu Ende. Wieder einmal positionierte sich die ITB, auf der laut Messe-Geschäftsführer Dr. Christian Göke „die Weichen für die Mobilität von über einer Milliarde Reisender weltweit“ gestellt werden, als wichtigster Marktplatz für die globale Reiseindustrie. Nicht nur die Repräsentanten des Tourismus – von Veranstaltern bis zu Tourismusministern – gaben sich hier ein Stelldichein, auch die große Politik war mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem indonesischen Staatspräsidenten Susilo Bambang Yudhoyono, der das Partnerland Indonesien repräsentierte, gut vertreten. 

Und die Bundeskanzlerin konnte stolz sein, gehört doch Deutschland nach einer Umfrage unter den Fachbesuchern zu den zehn Ländern mit dem besten Ruf in der Branche. Das in Dänemark angesiedelte Reputation Institute befragte dazu 1145 Fachbesucher, wovon die Hälfte aus Deutschland, die andere Hälfte aus 84 verschiedenen Ländern kam. Unter 20 Ländern eroberte sich Deutschland hinter Australien und vor Großbritannien eine Spitzenposition und verwies beliebte Reiseländer wie Frankreich, Österreich und die Schweiz auf die Plätze. Spitze ist Deutschland, wenn es um die besten Arbeitsplätze geht. Bei der Frage, in welchem Land sich ein Besuch am meisten lohnt, musste es sich von Spanien, der Schweiz und Großbritannien geschlagen geben, kam aber noch vor Frankreich auf Platz vier. Den gleichen Platz nimmt Deutschland bei der Frage ein, wo man am besten leben könne: Auf dem Siegertreppchen positionierten sich Australien, die Schweiz und Österreich, Platz fünf gab es für die Vereinigten Arabischen Emirate. Als Studienplatz schaffte es Deutschland immerhin auf Rang zwei hinter Großbritannien. Es folgen die Schweiz, die USA und Australien. Auch bei den fünf besten Plätzen für Investitionen kletterte Deutschland auf Platz zwei – nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und noch vor der Schweiz. Auf den Plätzen folgen  Großbritannien und Österreich.
Deutschland: Als Reiseland immer beliebter
Nicht nur bei den Deutschen, auch bei den ausländischen Gästen wird Deutschland als Reiseland immer beliebter. 407 Millionen Übernachtungen aus dem In- und Ausland wurden 2012 verbucht, 3,6 Prozent mehr als 2011. Entscheidend dazu beigetragen haben auch 69 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste, ein Plus von 8,1 Prozent. Als Regionen stehen Bayern und Baden-Württemberg in der Beliebtheitsskala vorne, bei den Städtereisen sind es weiterhin Hamburg und Berlin.
Bayern: Nach Rekordjahr mit Originalen in die Zukunft
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil hatte gut lachen bei der Pressekonferenz von Bayern Tourismus Marketing auf der ITB: Der Freistaat verzeichnete im letzten Jahr mit 31,2 Millionen Gästeankünften und 84 Millionen Übernachtungen neue Rekorde. Wobei die Inlandsnachfrage ungebrochen hoch ist. 82 Prozent der Übernachtungen kommen aus Deutschland. Doch Zeil, der Tourismus als Motor der bayerischen Wirtschaft bezeichnete, will mehr: Gesundheits- und Jugendtourismus sollen angekurbelt und mehr Gäste aus dem Ausland angeworben werden. Immerhin 28 Prozent der Jugendlichen, so Zeil stolz, hätten Interesse an Bayern, laut Reiseanalyse stünde damit Bayern noch vor Berlin und den USA. Die Sommerkampagne des Freistaats stellt bayerische Originale in den Vordergrund und wirbt mit den Schauspielern Michaela May, Olivia Pascal und Elmar Wepper, die allesamt ihre Wurzeln in Bayern haben. Michaela Mays Urgroßvater hat sogar als Hafnermeister Öfen für den Märchenkönig gebaut. Und der in Augsburg geborene Elmar Wepper fühlt sich von der Schönheit seiner bayerischen Heimat immer wieder ergriffen. 
Indonesien: Neue Ziele für Touristen
Der größte Archipel der Welt ist Indonesien und laut Tourismusministerin Dr. Mair Elka Pangestu „so viel mehr als Bali“. Als „world’s heart of wonder“ will sich der Inselstaat mit seinen 245 Millionen Einwohnern, seinen 300 Ethnien, 742 Sprachen und zehn Welterbestätten touristisch vermarkten. Denn der Tourismussektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Indonesiens: Rund 9,2 Millionen Menschen sind im Tourismus beschäftigt, das entspricht 8,4 Prozent des indonesischen Arbeitsmarktes. Mit Gesamteinnahmen von 33,8 Milliarden US-Dollar trägt der Tourismussektor 3,9 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Inselstaates bei, indirekt sind es etwa neun Prozent. Mit einem neuen Entwicklungskonzept sollen bisher vom Tourismus noch unentdeckte Regionen gefördert werden. 16 Ziele werden bis 2016 in den Focus gestellt, darunter der buddhistische Tempel Borobudur in Zentraljava, die Altstadt von Jakarta und die Inseln Flores und Komodo. Sie sollen per Flugzeug und Schiff besser erreichbar werden und mit Hilfe von in- und ausländischen Investoren sollen auch Hotels und Restaurants entstehen. Dazu dass Indonesien seinem Ziel, ein Tourismus-Gigant zu werden näher kommt, will auch Garuda beitragen. Die Airline wird ab November einen Direktflug von London nach Jakarta starten. Auch Deutschland soll langfristig durch einen Direktflug verbunden werden, wobei noch unklar ist, ob der Flug von Frankfurt oder von München ausgehen wird.
Travel Friends: Urlaub bei Auswanderern
Reisen in alle Welt und das ohne Sprachbarrieren: Das Startup Travel Friends ist das erste Touristiknetzwerk mit Auswanderern. Sie bieten sich als Türöffner zu Land und Leuten an. Schon jetzt stehen 100 Reisekontakte in 50 Ländern zur Auswahl. Sechs Travel Friends Redakteure recherchieren weltweit, um bis Jahresende weitere 400 Touristikpartner an Bord zu holen. Das 2005 als reine Reise-Community gegründete Portal geht damit als Reisemittler und Vermarkter von Urlaubsangeboten deutschsprachiger Auswanderer an den Start und will sich im Bereich Nachhaltigkeit positionieren. Bis Ende dieses Jahres strebt Travel Friends das CSR-Siegel von TourCert an. Das Konzept: Auswanderer können ihre touristischen Leistungen gegen eine Jahresgebühr auf dem Onlinemarktplatz travel-friends.com präsentieren. In Kooperation mit einer in Deutschland führenden Partneragentur übernimmt die Travel Friends GmbH das Tourismusmarketing und vermittelt den Anbietern Gäste. Für interessierte Urlauber ist die Suche nach Reiseangeboten kostenfrei. Die Buchung erfolgt beim Anbieter. Dadurch fließt das Geld direkt ins Zielland. Gründer der Travel Friends GmbH sind Karola Stahlberg und Marcus Ross. Mehr Infos unter 
Reisen: Plädoyer für Muslim-freundliche Angebote
Der Kuchen ist groß – zwei Mal so groß wie der chinesische – und alle wollen ein Stück davon abhaben. Doch wer vom muslimischen Reisemarkt und den gut 126 Milliarden US-Dollar, die Muslime alljährlich ausgeben, profitieren will, muss sich auf die Zielgruppe einstellen. Reem El Shafaki, Expertin für Muslimische Marktentwicklung bei DinarStandard, hat einige Kriterien zusammen gestellt: Ein absolutes Muss sind ihrer Meinung nach Halal-Speisen, Lebensmittel und Gerichte, die laut Koran als rein gelten. Wichtig sind auch Gebetsräume für die Gläubigen. Außerdem sollten sich die Anbieter auf die Besonderheiten des Fastenmonats Ramadan einstellen, etwa das Frühstück vor Sonnenaufgang ermöglichen, und ausreichend Waschplätze zur Verfügung stellen. Muslimische Touristen bevorzugen familienfreundliche Hotels mit getrennten Wellnessbereichen für Frauen. Sharia-Konformität, zu der sie Gebetsteppiche, -instruktionen und der Koran auf dem Zimmer zählt, empfiehlt El Shakafi dann, wenn ein Hotel in einem muslimischen Kernreisemarkt Erfolg haben will.  
Indien: Neue Kampagne als Ganzjahresdestination
Deutschland ist einer der wichtigsten Quellmärkte für Indien und hat als Brückenbauer zwischen Indien und Europa eine wichtige Funktion, so Indiens Tourismusminister Chiranjeewi auf der ITB. Der Minister sieht Tourismus als „Mittel gegen Armut“ und will dafür sorgen, dass sein Land langfristig den Anteil am weltweiten Tourismus steigert. Mit einer neuen Kampagne soll sich der Subkontinent als Ganzjahresdestination etablieren. „Find what you seek“ (Finde, was du suchst) verpricht Besuchern, dass sie in Indien ein individuell auf sie zugeschnittenes Angebot finden – ob Welterbestätten, Strände oder Berge,  ob Abenteuer, Kultur oder Wellness. „Indien ist ein Traum, der Wirklichkeit werden kann“, gab sich der Minister optimistisch. Eine Hürde ist immer noch das nötige Visum, das Deutsche jetzt nicht mehr direkt bei der Botschaft oder dem Konsulat beantragen können, sondern bei Visa-Dienstleitern.  Details zur Einreise unter http://www.indische-botschaft.de
Reisen: Online boomt
„Nicht jeder Trend ist positiv“, konstatierte Michael Buller vom Verband Internet Reisevertrieb (VIR) auf der ITB. Dass sich die „nächste Generation“ über „ganz andere Kanäle“ informiere, sei eine der Herausforderungen, die andere, schwarze Schafe herauszufiltern. „Wir lassen uns nicht mundtot machen“, erklärte Buller kategorisch. „Wir werden weiterhin jeden kritisieren, der gegen Gesetze verstößt.“ Nur so könne man das Vertrauen der Kunden behalten. Die Zahlen sprechen eigentlich für sich. Das bestätigen Umfragen der Reiseanalyse wie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).  Sie zeigen auch, dass die Reisebüros gegenüber Online verlieren. 40 Prozent der Online-Buchungen würden auf Inernet-Reiseportalen getätigt.  Immer wichtiger werde das mobile Internet. Immerhin 35 Prozent der Befragten wollen auch unterwegs online sein. Für Michael Buller ist der Trend zur mobilen Reisebuchung „klar erkennbar“. Die gesamte Industrie müsse sich deshalb auf diese Anforderungen einstellen, um auch in Zukunft dabei zu sein. Was Social Media angeht, registrierten die Befrager eine gesunde Skepsis: 46 Prozent trauen den Online- Bewertungen nicht und 44 Prozent finden, das Firmen „sich nicht auf facebook tummeln“ sollen. 
Ägypten: Trotz wachsender Zahlen noch nicht über dem Berg
Rund 1,2 Millionen Deutsche reisten im vergangenen Jahr in das Land am Nil – 20 Prozent mehr als im Jahr 2011, als die ägyptische Revolution für einen Buchungseinbruch sorgte. Über dem Berg ist der Tourismus in Ägypten trotzdem noch nicht.  Demonstrationen und Krawalle sorgen für Negativ-Schlagzeilen. Deshalb warb Tourismusminister Hisham Zaazou auf der ITB um Vertrauen und Unterstützung. „Ägypten ist ein sicheres Reiseland“, betonte er. „Helfen Sie Ägypten, helfen Sie seiner Wirtschaft.“ Parallel gab er den Start einer neuen Imagekampagne bekannt. Unter dem Motto „Egypt now“ sollen Reisende mit Live-Streams von Stränden und touristischen Highlights, die auf Großbildschirmen in Bahnhöfen oder Einkaufszentren übertragen werden, für das Land am Nil begeistert werden. 

Aserbeidschan: Freundlichkeit als Trumpf 
Berti Vogts sang das Hohe Lied der aserbeidschanischen Gastfreundschaft. Seit 2008 betreut der ehemalige Bundestrainer die Fußballnationalelf von Aserbaidschan, dem touristischen Shooting-Star der Kaukasusregion, und er ist von der Gastfreundschaft der Menschen fasziniert. Den Tourismusverantwortlichen des Landes legte er im Partner Forum Aserbeidschan ans Herz, Visa-Prozesse und Grenzabfertigung zu erleichtern, mehr auf dem flachen Land zu investieren, sich auf die Kultur der Gäste einzustellen und bei alledem die Umwelt zu schützen. Kulturminister Abulfaz Garayev hielt dagegen, dass Aserbeidschan schon viel an der Infrastruktur verbessert hätte, aber „wir können nicht alles und über Nacht- insbesondere nicht dann, wenn wir die Authentizität und Individualität erhalten wollen.“ Der Minister verwies auf neue Drei- bis Fünfsterne-Hotels im Land und darauf, dass Aserbeidschan 17 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz gestellt habe. Ende März soll außerdem nach Abkommen mit 50 Ländern ein Portal ans Netz gehen, freigeschaltet werden, über das es in nur einer Woche Visa für 20 Euro geben wird.
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Ecuador: Urlaub in der Artenvielfalt
Mit rund 1640 Vogelarten, 4500 Schmetterlingsarten und 258 Säugetierarten kann Ecuador punkten, das sich in den letzten Jahren für mehr „bewusstes Reisen“ stark macht. Der Reiseführer-Verlag Lonely Planet hat nun das Land unter die Top 10 der Reiseländer 2013 gewählt. Ecuador besitzt 33 natürliche, staatlich geschützte Reservate und großflächige tropische Wälder. Der Sangay Nationalpark, der Galapagos Nationalpark und das Galapagos Reservat sind Unesco Welterbestätten. Mit der Werbebotschaft „Vier Welten in einer“ verweist Ecuador auf die Strände der Pazifikküste, die Andenkette mit oft noch aktiven Vulkangipfeln, die Regenwälder am Amazonas und nicht die einzigartigen Galapagosinseln mit ihrer prähistorisch anmutenden Tierwelt. Dazu kommt der Charme der hoch gelegenen Hauptstadt Quito mit ihrer spektakulären Aussicht auf die umliegende Vulkanlandschaft und den architektonischen Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit.
Allgäu: Gipfelwelten und Alpenwellness
Auf Gipfelwelten und Glückswege schickt die Allgäu GmbH ab Mai Radurlauber. Bei der Radrunde Allgäu er-fahren sie buchstäblich auf 450 Kilometern in Tagesausflügen die Region und können so nachvollziehen, warum das Allgäu im Dezember 2012 als einzige Region mit dem Superbrand Germany Award ausgezeichnet wurde. Mit der Radrunde setzt  das Allgäu als Radregion in Deutschland  „einen Meilenstein“, so Allgäu-GmbH-Geschäftsführer Bernhard Joachim. Ein zweiter Schwerpunkt ist das Thema Gesundheit. Unter dem Motto „Gesundheitsgipfel Allgäu – Erholung mit Weitblick“ positioniert sich die Region als Zentrum alpiner Heilkunst. In der Heimat von Sebastian Kneipp und Johann Schroth setzen 24 klassifizierte Hotels, zehn Prädikats-Kurorte sowie die Gemeinschaft Allgäuer Wellnesshöfe altbewährte Heilmethoden. Im Mittelpunkt stehen auch hier regionale Produkte. Propagiert werden die „Allgäuer Alpenwellness“ als Wohlfühlaufenthalt in alpiner Landschaft und die „Allgäuer Wohlfühltherapie“, bei der die Gesundheitsvorsorge im Vordergrund steht.
Tourismus: Deutschland in Reiselaune
Eine gute Urlaubsstimmung attestiert Rolf Schrader, Geschäftsführer der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) den Deutschen bei der Vorstellung der 43. Reiseanlayse. 55 Prozent der Bundesbürger (über 14 Jahre) haben demnach schon feste Urlaubspläne. Nur zwölf Prozent werden nicht verreisen. Beim Reisebudget bleibt mehrheitlich alles beim Alten, zwölf Prozent allerdings wollen dieses Jahr im Urlaub mehr ausgeben. Bei zehn Prozent dagegen wird gespart. 2012 haben laut Reiseanalyse die Reiseausgaben einen neuen Rekordwert erreicht. Bei den Urlaubsreisen – definiert als Reisen von fünf Tagen Dauer und länger – stiegen sie um vier Prozent auf 63 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Kurzreisen beliefen sich auf immerhin 20 Milliarden Euro. Deutschland behauptete sich mit 31 Prozent der Urlaubsreisen auf Platz 1, gefolgt von Spanien, Italien, der Türkei und Österreich. Nicht zurückgegangen ist die Reisedauer. Noch steht die Pauschalreise im Vordergrund, sie bekommt aber zunehmend den „Strukturwandel zu Gunsten von Einzelbuchungen, Internetportalen und Unterkunftsanbietern“ zu spüren. Und der Ruf nach einem ökologisch und sozial einwandfreien Urlaubserlebnis wird immer lauter. 40 Prozent wünschen sich einen umweltverträglichen Urlaub. Vor einem Jahr waren es erst 31 Prozent. Die Sozialverträglichkeit des Urlaubs ist sogar für 46 Prozent der Bundesbürger wichtig. 
Myanmar: Masterplan für den Tourismus
Myanmar wird zum touristischen Shooting Star: Die Zahl der ausländischen Besucher stieg um rund 20 Prozent und wuchs auf über eine Million an. Mit diesem Boom kann die Infrastruktur kaum mit halten, die Preise allerdings tun es schon. Die Hotelpreise haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, so die Tourismusberaterin und Myanmar-Expertin Nicole Häusler. Und das, ohne dass der Standard sich verbessert habe. Das soll sich ändern. 77 neue Hotels befinden sich derzeit im Bau. Im April soll erstmals ein „Myanmar Tourism Master Plan“ verabschiedet werden, der auch Wert auf Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit legt. 
Südtirol: Mehr Lust auf Natur

Südtirols Tourismus profitiert von der Natur. Dass diese Ressource nicht unbegrenzt ist, zeigte Professor Bernd Hansjürgens vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig auf der ITB. Er wies auf Herausforderungen wie Klimaerwärmung und Verlust der Artenvielfalt hin und darauf, dass ökologische Werte durchaus auch ökonomisch wertvoll sein könnten.Südtirol hat erkannt, dass sein Lebensraum, die Natur, auch ein ökonomisches Kapital ist“, sagte der Professor. Nur wenn dieses Kapital erhalten werde, könnten zukünftige Gewinne erzielt werden. Schon jetzt arbeitet Südtirol daran, wirtschaftliche Entwicklung, Natur und Kultur  in Einklang zu bringen. Die Strategie „Energie-Südtirol 2050“ zeichnet den Weg vor, eine dem Kreislauf der Natur angepasste Lebensweise zu erlangen. Bei 300 Sonnentagen im Jahr, einer Waldfläche von 42 Prozent und 963 Wasserkraftwerke, die fast doppelt so viel Strom produzieren, als in Südtirol verbraucht wird, sind die Voraussetzungen dafür gut, bis 2050 die CO2-Emissionen pro Person von fünf auf 1,5 Tonnen/Jahr zu senken. Damit die typische Südtiroler Kulturlandschaft erhalten bleibt, sollen die Bauern, die diese pflegen, auch künftig wirtschaftlich gefördert werden.  

Fazit:  Insgesamt
waren  110 000 Touristiker zur Tourismusbörse in Berlin, 3000 weniger aus im Jahr zuvor. Dafür wollten mehr Touristen denn je unter dem Funkturm auf Reisen gehen: 60 000 ließen sich an dem eiskalten Winterwochenende in andere Welten entführen. 

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