Studiosus: Eine Frage der Sympathie

„Der Preis spielt eine Rolle, wichtiger aber sind Sympathie und Sicherheit.“ Für Studiosus-Geschäftsführer Peter Mario Kubsch war in diesem Jahr „der islamische Halbmond in weiten Teilen fast ein Totalausfall“. In Tunesien sei der Tourismus fast zum Erliegen gekommen, auch Ägypten ziehe zur Zeit nur wenige Studiosus-Kunden an und selbst Jordanien und Marokko litten unter Gäste-Schwund, während der Iran sich ungebrochen großer Nachfrage erfreue. Bei der Vorstellung der Fernreise-Kataloge räumte Kubsch ein, dass auch die Nachfrage in der Türkei „dramatisch gelitten“ habe und prognostizierte, dass Großbritannien nach dem Brexit 2017 durch den Verfall des Pfundes wohl „deutlich günstiger“ werde.

Von Verlierern und Gewinnern

Zu den Verlierern dieses Jahres zählte laut Kubsch auch Indien, das seit den mörderischen Angriffen auf Frauen immer mehr an Sympathie verliere. Auch Chinas „aggressive Wirtschaftspolitik“ und seine Smog-verseuchten Städte hielten immer mehr Studiosus-Gäste von Reisen ins Land der Mitte ab. Während die USA für Preissteigerungen abgestraft würden, halte der Run auf Kuba an – und das , obwohl „fast sämtliche Kapazitäten erschöpft“ und die Infrastruktur überlastet sei. „Wir kämpfen da um Qualität,“ erklärte der Studiosus-Chef, der für die Karibik-Insel weitere Preissteigerungen von zehn Prozent ankündigte. Deutlich günstiger würden mit minus elf Prozent Namibia, mit 15 Prozent Brasilien, mit 14 Prozent China und mit sechs Prozent Südafrika, Myanmar und Südamerika. Mit einer Preissteigerung von 15 Prozent liegt Japan an der Spitze. Trotzdem erwartet der Studienreiseveranstalter hier „Zahlen wie vor Fukushima“.

Studiosus-Erfolgsmodell Smart & Small

16 Reisen sind neu im Programm für die Urlaubssaison 2017,sechs davon führen ins südliche Afrika. Neu im Angebot ist beispielsweise Namibia mit einem Abstecher in den artenreichen Caprivizipfel an der Grenze zu Botswana. Stark ausgeweitet wurde der smart & small-Katalog 2017 mit 41 Reise-Ideen für eine „Auszeit mit Kultur“. Gedacht ist smart & small für diejenigen, denen ein reiner Badeurlaub zu langweilig und eine Studienreise zu intensiv ist. Gereist wird in kleinen Gruppen mit maximal 15 Teilnehmern, übernachtet in familiären Hotels. Auf dem Programm stehen neben kulturellen Highlights auch spannende Begegnungen mit interessanten Menschen vor Ort.
Im Oktober veröffentlicht Studiosus seine Studienreisen-Angebote für Europa. Dann erscheinen auch die Kataloge für Singles & Alleinreisende, Familienurlaub und Städtereisen: www.studiosus.com

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