FTI: Wachstum trotz Krise

Bei FTI ist vieles anders als bei anderen Veranstaltern. Während Thomas Cook von Umroutungen spricht und der DRV davon, dass es deutliche Rückgänge in der Türkei gebe, sagt FTI-Gründer Dietmar Gunz „Am Ende des Jahres hatten wir kein Problem in Ägypten oder in der Türkei“ – wohl auch deshalb, weil die Münchner auch in der Krise in den beiden Zielen investiert haben. Fünf Prozent Wachstum verzeichnet FTI, 4,7 Millionen Gäste sorgten für einen konsolidierten Umsatz von 2,75 Milliarden Euro. Für Gunz „ein Jahr mit großem Happy End“.

Ägypten ist im November ausgebucht

Auch 2017 will FTI wachsen und hat dafür sein Angebot in aller Welt noch weiter ausgebaut. Für Ägypten legen die Münchner das größte Programm der Firmengeschichte auf – der November ist schon ausgebucht. Auch die konzerneigene Marke Labranda expandiert im Land am Nil und in der Türkei. Auf Fuerteventura ist gar eine eigene Labranda World geplant, die im Juli 2017 eröffnen soll. 60 Millionen Euro lässt sich die Gruppe die Neupositionierung der Großanlage Stella Canaris kosten. Die Kundenloyalität sei in den eigenen Häusern sehr hoch, hat Dietmar Gunz festgestellt. Auch deshalb wird Labranda weiter expandieren ebenso wie die an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit orientierte Marke Vitality.

FTI engagiert sich bei Futouris

Seit September ist die FTI Group auch Mitglied in der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris. Mit Labranda engagiert sich FTI beim Modellprojekt „Sustainable Foods“, das die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zum Ziel hat. Außerdem beteiligt sich der Veranstalter an einem Projekt der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Futouris, das jungen Marokkanern Zugang zu Ausbildungsstellen in der Hotellerie ermöglichen soll.
Mit www.pauschal-genial.de und einem Youtube-Filmchen will FTI die positiven Seiten der Pauschalreise deutlich machen. Denn in Krisenzeiten lernten die Kunden den Wert der Pauschalreise kennen.  Highlight-of-the-year-Kampagnen gibt es in Kalifornien, Ost-Kanada und Neuseeland. Ausgeweitet wird das Programm in Marokko, wo der Veranstalter Marktführer ist, und in Zypern. Als einziger Veranstalter legt FTI einen eigenen Hawaii-Katalog auf. Zwei weitere Kataloge bündeln die Ziele in den USA, auf den Bahamas, in Kanada und Alaska. Einen „Trump-Effekt“ für Amerika fürchtet Dietmar Gunz nicht. Auch von Erdogans selbstherrlicher Politik, die auch von der deutschen Regierung kritisiert wird,  will er sich nicht beeindrucken lassen. „Wir sind keine Politiker,“ heißt es  auf Anfrage. „Unser Bestreben ist es, die Wünsche unserer Kunden zufrieden zu stellen.“

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