Thomas Cook setzt auf Bewährtes

Von einem schwierigen Reisejahr 2016 sprach Stefanie Berk bei der Vorstellung der Sommerprogramme von Thomas Cook in Vilamoura an der Algarve. Die Vorsitzende der Geschäftsführung von Thomas Cook stellte „massive Auswirkungen“ der politischen Lage auf Länder wie Tunesien und Ägypten fest, aber auch auf die Türkei, die „schwer berechenbar“ bleibe trotz eines kleinen Aufschwungs im Kurzfristgeschäft.

Umroutung von Ost nach West

Die Buchungsdelle von vier Prozent, die der Veranstalter verzeichne, gehe vor allem auf die Rückgänge in der Türkei zurück. Für den Sommer hat Thomas Cook deshalb von Ost nach West umgeroutet und setzt 2017 auf Altbewährtes wie Italien oder Griechenland.
Denn erste Priorität habe die Sicherheit der Kunden. Dafür steht nicht nur das Krisenmanagement, sondern auch ein Special Assistance Team aus freiwilligen Helfern.

Erfolgsstory 24-Stunden-Zufriedenheitsversprechen

Als Erfolgsstory sieht Berk das 24-Stunden-Zufriedenheitsversprechen, das im Sommer auf 80 Prozent der Gäste auf der Kurz- und Mittelstrecke ausgeweitet wird. Sollte das Urlaubserlebnis nicht der Ausschreibung im Katalog entsprechen, verpflichtet sich der Veranstalter innerhalb 24 Stunden Abhilfe zu schaffen. Wenn dies nicht machbar ist, erhält der Gast 25 Prozent des Reisepreises als Gutschein oder er kann nach Hause fliegen. In der letzten Saison wurden drei Gutscheine ausgegeben, kein Gast flog zurück. Positiv ist auch die Bilanz der neu eingeführten Luxusmarke Thomas Cook Signature Findest Selection.

Die Renaissance von Italien

Die Neuheiten für den Sommer zeigen vor allem eine Renaissance des Bewährten. So ist eine Flugpauschalreise mit Condor nach Sizilien im Programm, wobei der ehemalige Militärflughafen Comiso angeflogen wird. Mit dem Sentido Acacia Marina di Ragusa gibt es ein erstes Sentido Hotel in Italien, bei dem sogar die Strandliegen am Privatstrand inklusive sind. Neu im Programm ist auch Porto Santo in der Nachbarschaft von Madeira. Ausgeweitet wird das Programm in Kroaiten, für betuchte Gäste ist die Anreise auf die Insel Losinij mit einem Wasserflugzeug möglich. Auch in Griechenland, das derzeit bei den frühen Buchungen „durch die Decke geht“, will Thomas Cook weiter wachsen.

Preise spiegeln die Entwicklung der Reiseziele

Wieder im neuen dicken Amerika-Katalog sind Alaska und Yukon. Die Preisentwicklung spiegelt die Fokussierung auf Reiseziele jenseits der Türkei. Nicht nur Mallorca und die Kanaren verteuern sich um vier Prozent, auch Bulgarien und Griechenland legen um vier Prozent zu, während die Türkei acht Prozent günstiger wird. Auf der Fernstrecke verteuern sich Mauritius um drei und Kuba um sechs Prozent.

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