Corona Pandemie: Was wird im Herbst?

Immer mehr Länder haben im Sommer ihre Corona-Regeln gelockert, in einigen werden sie bereits wieder verschärft.  In allen Bundesländern hat die Schule wieder angefangen.  Der Appell an die Vernunft, Abstand zu halten, gilt weiter.  Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten hatten sich am 27. August auf ein paar gemeinsame Regeln geeinigt.  Danach wurde  die Möglichkeit zu kostenlosen Coronavirus-Tests für Reisende, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkommen,  ab  16. September auf Rückkehrer aus Risikogebieten begrenzt.  Und:  Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, soll die verpflichtende Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach der Rückkehr beenden können. Die Regelung soll „möglichst ab 1. Oktober“ gelten. Die häusliche Quarantäne soll intensiv kontrolliert werden. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder. Der Bund will auf die Pflicht zur 10-tägigen Quarantäne stärker hinweisen  „an den Grenzen und in den Urlaubsgebieten“. Angestrebt wird, dass sich Rückkehrer künftig noch im Risikogebiet testen lassen müssen.
Das Robert-Koch-Institut weist in einer Liste, die permanent aktualisiert wird, etwa 130 der insgesamt 190 Staaten weltweit als sogenannte Risikogebiete aus. In diesen Ländern besteht eine erhöhte Gefahr, sich mit Corona zu infizieren:   www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html 

Das Robert-Koch-Institut ein Ampelsystem für Länder einführen: Rot für Risikogebiet, Gelb für Einreisebeschränkungen und Quarantäne, aber kein Risiko, Grün für unbedenklich.

Die frei zugängliche „Covid-19 Impact Map“ zeigt, welche Auswirkungen das Coronavirus auf Gesundheit, Sicherheit und Logistik hat. Veröffentlicht wird die Weltkarte von den Reisesicherheitsexperten von International SOS, die sie in ihre Travel Risk Map integrieren. Die Daten der Corona-Risiko-Karte werden täglich aktualisiert:  https://www.internationalsos.com/medical-and-security-services/covid-19

Die generelle Reisewarnung  soll Ende September fallen.  Eine Reisewarnung ist allerdings kein Reiseverbot. Touristen können auf eigenes Risiko verreisen, sofern das jeweilige Land seine Grenzen geöffnet hat. Jedoch machte Maas deutlich, dass es keine großangelegten Rückholaktionen wie im März mehr geben werde.  Reisen wird in diesem Jahr nicht so grenzenlos sein wie bisher.  Womöglich wird es nie wieder so werden. 35 Prozent der Deutschen finden nach einer Erhebung des Bayerischen Zentrums für Tourismus der Hochschule Kempten in Zusammenarbeit mit der GfK, die Aussicht auf Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregelungen passe nicht zu ihren Vorstellungen vom Urlaub. Rund ein Drittel hat momentan keine Lust zu verreisen, ein Viertel verweist auf die leere Reisekasse und jeder Fünfte hat Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus.  Die Welttourismusorganisation UNWTO rechnet inzwischen mit einem Rückgang im internationalen Reiseverkehr von 60 bis 80 Prozent.

Am 9. September hat das Auswärtige Amt  Reisewarnungen für weitere Regionen in Europa ausgesprochen. Betroffen sind  etwa Genf, Prag, Dubrovnik oder die Insel Korsika, seit 16. September auch Wien, Budapest und Amsterdam, seit 24. September auch Lissabon und Dublin sowie die niederländische Provinz Utrecht. 

So schön und so leer: Strand auf der griechischen Insel Lefkas

Wegen der Corona-Krise sind in diesem Jahr UN-Generalsekretär António Guterres zufolge weltweit rund 120 Millionen Jobs im Tourismus bedroht.  „Die Krise ist ein massiver Schock für entwickelte Ökonomien aber für Entwicklungsländer ist es ein Notfall“, sagte Guterres in einer Video-Botschaft. Denn viele dieser Länder sind stark vom Tourismus abhängig: In Afrika machte 2019 der Tourismussektor zehn Prozent aller Exporte aus, wie es  UN-Bericht heißt.  In den ersten fünf Monaten des Jahres ist die Zahl der internationalen Touristen dem Bericht zufolge um 56 Prozent gesunken – insgesamt könnte sie in diesem Jahr um 78 Prozent einbrechen. Zwischen 910 Milliarden und 1,2 Billionen Dollar an Exporteinnahmen im Tourismus könnten demnach verloren gehen. Die internationalen Touristenankünfte gingen im Juni im Vergleich zu 2019 um 93 Prozent zurück. Im ersten Halbjahr ist es ein Minus von 65 Prozent, was 440 Millionen Ankünften und einem Einnahmeausfall von rund 390 Milliarden Euro entspricht, so   die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO).

Ein Vier-Punkte-Plan soll in der Corona-Krise besser abgestimmte Reisebeschränkungen in Europa bringen. Die EU-Kommission empfahl den Mitgliedstaaten „gemeinsame Kriterien und Schwellenwerte“ für Reisebeschränkungen. Zudem soll es ein Farbcode-System zur Kennzeichnung von Risikogebieten und einen gemeinsamen Rahmen für Auflagen für Reisende geben.

Die Auswirkungen sind immer noch weltweit.   Dubai hat  die Expo um ein Jahr verschoben.  Neuer Termin ist vom 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022.

Die ITB soll nach dem Willen von  David Ruetz 2021  wieder vor Ort Aussteller und Besucher zusammenbringen.

Die Veranstalter haben lange  auf bessere Zeiten gehofft.  Inzwischen planen sie schon für nächstes Jahr.  Und sie reagieren mit Entgegenkommen und Buchungs-Anreizen.   Das sind die aktuellen Meldungen Stand  23. September. 

Veranstalter 

Die Reisebranche  kann den Corona-Rückstand in diesem Jahr wohl nicht mehr aufholen, auch wenn die Buchungen  in der Ferienzeit gestiegen sind. Die Bilanz der deutschen Reisewirtschaft  weist  nach Aussagen des Deutschen Reiseverbands (DRV) bislang einen Umsatzrückgang  von rund 20 Milliarden Euro bis Ende August aus. Zahlreiche Tourismusunternehmen sind in ihrer Existenz bedroht.

Aldiana hat die  Strandclubs geöffnet.  Nach den Resorts in Österreich konnten Anfang Juli auch viele Clubanlagen am Mittelmeer und auf den Kanaren wieder Gäste empfangen.  Die DERTouristik übernimmt 50 Prozent der Aldiana Holding, die zuletzt der Schweizer Investmentgesellschaft LMEY allein gehörte.

Wer bei Alltours  eine Buchung mit Abreise bis Ende Oktober hat, kann derzeit 14 Tage vor Abreise kostenlos stornieren oder umbuchen. Buchungen für Urlaube mit Abreisedatum zwischen 1. November 2020 und 31. März 2020 können nach aktuellem Stand bis 15. Oktober 2020 gebührenfrei storniert oder umgebucht werden.

Das Canusa Sicherheitsversprechen sieht für alle Neubuchungen die Möglichkeit vor, jederzeit gebührenfrei umzubuchen, bis zu 70 Tage vor Abreise ohne Angabe von Gründen kostenfrei zu stornieren und eine  hundertprozentige Erstattung zu erhalten.  Das Sicherheitsversprechen ist  künftig in allen Reisen, die nach dem  5. Januar 2021 beginnen, ohne Zusatzkosten enthalten. Fester Bestandteil jeder Reise mit Canusa  ist auch der Pandemie-Reiseschutz der Allianz, der u.a. eine „Carry Home Top Cover“ Versicherung beinhaltet. Sie garantiert die Rückholung bei einem medizinisch notwendigen Krankenrücktransport. Auch die Zusage der Kostenübernahme im Krankheitsfall vor Ort, eines Corona-Tests bei individuellem Verdacht sowie Mehrkosten für Übernachtungen, beispielsweise im Falle einer individuellen Quarantäne im Reiseland, werden abgedeckt.

Chamäleon  schaltet alle Reisen bis Ende 2021 auf der eigenen Website frei.

Der Natur- und Tierreisenspezialist Colibri Travel musste Insolvenz anmelden.

Autoschlangen vor dem Leuchtturm von Formentor auf Mallorca gibt es derzeit nicht.

Kostenfrei umgebucht werden können bei Der Touristik Pauschalreisen mit Abreise bis 30. September 2020 nach Ägypten, Tunesien, Marokko, in die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Das Angebot geht laut FVW über die Reisewarnung hinaus, in einigen der Länder noch bis Mitte September gilt. Bereits gebuchte Fernreisen und Reisen außerhalb des Schengenraums können derzeit bei terminierter Abreise bis 31. Oktober ohne Gebühren umgebucht werden.  Mit einem  neuen  Sonderumbuchungsrecht  bieten Dertour und seine Schwestermarken ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen eine kostenlose Umbuchungsmöglichkeit bis 14 Tage vor Abreise für alle zwischen dem 1. August und 30. September neu gebuchten Urlaubsreisen mit Abreisetermin 1. Oktober 2020 bis 31. Oktober 2021. Es kann wahlweise auf einen anderen Termin oder ein anderes Reiseziel umgebucht werden. Der Reisepreis der Umbuchung muss mindestens 50 Prozent des ursprünglichen Reisepreises betragen. Von der Sonderumbuchungsregelung ausgenommen sind einzelne Produktgruppen wie dynamische Produkte, Kreuzfahrten  sowie Flüge der DER Touristik Ticket Factory und Veranstaltungstickets.  Zentraleuropa-Chef Ingo Burmester hat den Gästen eine Rückholgarantie gegeben: „Wer mit der DER Touristik in den Urlaub reist, der wird von der DER Touristik auch zurückgeholt. Das gilt selbstverständlich auch in Zeiten von Corona.“ Das Reiseprogramm für 2020/21 findet sich in 37 Katalogen und ist  für CEO DER Touristik Central Europe Dr. Ingo Burmester „ein Konjunkturprogramm für den Winterurlaub„.  Beim Produktausbau wurde auch den durch Corona veränderten Wünschen der Kunden Rechnung getragen: So wurde das Angebot an Hotels mit Selbstverpflegungsmöglichkeit ebenso erhöht wie die Kapazitäten in den Skihotels in Deutschland und Österreich. Weil der Flugverkehr infolge der Corona-Pandemie drastisch zurückgegangen ist, schießt DER Touristik alle Airport Stationen.

Enchanting Travels  baut sein Engagement für den Klimaschutz massiv aus. Das Unternehmen unterstützt weiterhin nicht nur nachhaltiges Reisen, sondern gleicht ab sofort auch anfallenden CO2-Emissionen für alle seine verkauften Reisen aus. Dazu arbeitet der Reiseveranstalter mit dem Umweltberater South Pole zusammen, der seit seiner Gründung 2006 bereits eine Einsparung von weit über 170 Millionen Tonnen CO2 erzielen konnte:  www.enchantingtravels.com/de/reisen-mit-kleinem-fussbadruck

Siglinde Fischer Charming Places hat nach 35 Jahren  Insolvenz angemeldet.

Die  FTI Group –  Fünf vor Flug, Bix Xtra, LAL Sprachreisen und FTI Touristik –  wirbt mit kundenfreundlichen Stornofristen Bestehende Buchungen mit Reiseantritt bis Ende Oktober lassen sich spätestens zehn Tage vor Abreise kostenlos umbuchen. Die neue Reise darf dann bis Ende Oktober 2021 stattfinden. Für die kommende Wintersaison wird es bei FTI keine gedruckten Kataloge geben.

Inzwischen hat der ägyptische Milliardär und Investor Sami Sawiris  die Mehrheit an dem Reiseveranstalter übernommen.   Der Veranstalter geht davon aus, dass viele Urlaubswillige bereits jetzt über ihre Ferien 2021 nachdenken.  FTI schaltet daher besonders früh viele Hotels zur Buchung frei, etwa in Ägypten, der Türkei und den Emiraten.   Für Notfälle gibt die FTI Group ihren Kunden eine Rückholgarantie. Ralph Schiller, FTI Group Managing Director, versichert: „Sollte es zu weiteren Reisewarnungen kommen, werden wir betroffene Flugpauschalreisegäste schnellstmöglich und selbstverständlich kostenlos zurück nach Hause bringen. Das ist und bleibt der große Vorteil der Veranstalterreise im Krisenfall“.Zusammen mit Hotelpartnern übernimmt die FTI Group Kosten für den Quarantäneaufenthalt in der Türkei, wenn ein Urlauber wegen eines positiven Testergebnisses seinen geplanten Rückflug nicht antreten kann.
Inzwischen hat der Konzern bekannt gegeben, dass 20 Prozent Personalkosten eingespart werden sollen.  Zum Ende des Geschäftsjahres soll der Betrieb von  LAL Sprachreisen, FTI Cruises, Fly.de und der in Berlin ansässigen Touristic 24 eingestellt werden.

 Gebeco  hat Reisen  weit in das Jahr 2021 buchbar gemacht.  Mit Covid Protect reagiert Gebeco auf das gestiegene Absicherungsbedürfnis der Reisenden und mögliche Quarantäne-Fälle im Reiseland. Dank des neuen Versicherungsschutzes in Kooperation mit AXA Partners entstünden während einer Gebeco-Reise keine zusätzlichen Kosten, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie anfallen könnten, heißt es in der Mitteilung. Bei allen Gebeco-Reisen mit Abreisen zwischen dem 15. August und 31.Dezember  ist  Covid Protect bereits automatisch inkludiert und im Reisepreis inbegriffen.  In Abstimmung mit TUI und gemeinrechtlichen Bedingungen hat Gebeco darüber hinaus ein Hygiene- und Sicherheits-Konzept erarbeitet, das für zusätzliche Sicherheit auf der Reise und im Reiseland sorgt: www.gebeco.de/hygienekonzept

Auch Sri Lanka hofft wieder auf Touristen.

Geoplan hat neue Deutschlandreisen aufgelegt und geht davon aus, dass viele Fernreiseziele ab September wieder bereisbar sein werden.  „Falls Sie während der Reise wegen Corona-bedingter Maßnahmen die Reise nicht wie geplant fortsetzen können, organisiert Geoplan auf eigene Kosten die Organisation der Rückflüge“, versichert der Veranstalter und verweist auf seine website www.geoplan-reisen.de/statement-zur-aktuellen-lage/  
Der Hamburger Reiseveranstalter und Nordamerikaspezialist CRD International sowie der Asienspezialist ID Reisewelt mit der Veranstaltermarke Asiamar aus Wittenberg bekommen eine neue Heimat unter dem Dach des Berliner Reiseveranstalters Geoplan Privatreisen.

Hauser Exkursionen  startet eine Online-Plattform mit Live-Vorträgen seiner Reiseleiter, -büros und lokalen Partner.  Reisehungrige können online Tickets für 9,99 Euro buchen, den Einladungslink zum zirka 60-minütigen Vortrag erhalten sie anschließend per E-Mail.  Die Erlöse aus den Präsentationen kommen zu 100 Prozent den Referenten oder von ihnen unterstützten, wohltätigen Projekten zugute. Hauser Exkursionen stellt die Infrastruktur kostenlos zur Verfügung und hilft bei der Durchführung. „Damit kann jeder Einzelne und können wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag zum Fortbestand des nachhaltigen Reisens leisten“, betont Pohle:  www.1werden.com/virtuelle-reisen

Lidl schließt Lidl Holidays und JT Touristik. 

„Natürlich nah dran“ heißt die neue Produktlinie bei Reisen mit Sinnen.  Die Touren des Erlebnisreisespezialisten führen in deutsche Regionen und die angrenzenden europäischen Länder.  Wander-, Foto- und Naturreisen regen an, die Nähe neu zu erleben:  www.reisenmitsinnen.de 

Bei Schauinsland Reisen ist eine Umbuchung  bis auf weiteres kostenfrei – und zwar bis 22 Tage vor Abreise, so der Veranstalter. Das Angebot für alle bereits getätigten Buchungen mit Abreise bis 31. Oktober 2020. Für Stornierungen gelten die üblichen Staffeln. Fair-Sicherung nennt Schauinsland seine Corona-Versicherung nach Vorbild von TUI und DerTouristik.  Kindern erklärt Schauinsland das Fliegen in Corona-Zeiten auf spielerische Art. Der Reiseveranstalter hat sein Maskottchen Katta mit Freunden in den Urlaub geschickt und sie mit der Kamera begleitet.  Das vierminütige Video ist auf der Kinderseite „Kattas Welt“ und in Social Media abrufbar: https://kattas-welt.de/

Auch STA Travel Deutschland ist insolvent.

Studiosus hat für den Herbst  sieben Deutschland-Reisen – natürlich mit Corona-Schutzkonzept –  aufgelegt.  Die ersten Reisen innerhalb Europas  starten im Juli wieder.  Beim Thema Nachhaltigkeit macht die Studiosus-Gruppe, zu der auch Marco Polo Reisen gehören,  einen weiteren Schritt und kompensiert ab 2021 alle Reisen inklusive der Flüge, kündigt Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch  an. Die Programme für 2021 wurden inzwischen freigeschaltet, mehr  als 140 Fernreisen nach Asien, Australien, Amerika und Afrika sind unter  www.studiosus.com  veröffentlicht.  50 Entdeckerreisen für 2021 hat auch Marco Polo Reisen veröffentlicht auf www.marco-polo-reisen.de Aktuelle Informationen zum Sicherheits- und Hygienekonzept auf Studiosus-Reisen sind im Internet abrufbar unter: https://magazin.studiosus.com/Tags/Corona-Schutz-bei-Studiosus  

Zypern gehört zu den Zielen, mit denen die Veranstalter für den Sommer rechnen.

Wer  bei TUI eine Pauschalreise bis 30. September bucht, kann später noch bis 14 Tage vor Abreise flexibel umbuchen. Der ursprünglich gebuchte Urlaub muss im Zeitraum bis 31. Dezember 2020 liegen, die neue Reise darf dann bis 31. Oktober 2021 stattfinden. Eine kostenfreie Storno-Option gebe es nicht mehr, zitiert FVW die TUI.   Schon vor einiger Zeit hat  TUI den Sommer 2021 zur Buchung frei gegeben. Über 100 Hotels der TUI-Hotelmarken und -konzepte sowie weitere 10 000 Unterkünfte sind über Reisebüros und auch online buchbar unter www.tui.com 
Analysten haben berechnet,  dass der Konzern derzeit rund 500 Millionen Euro im Monat „verbrenne“. Ein Großteil der Kreuzfahrtflotte liegt brach.  Tuifly blieb lange Zeit am Boden, den Konzern eigenen Hotelketten fehlten die Gäste. Nun wird der bereits bestehende  KfW-Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro um 1,2 Milliarden aufgestockt.  8000 Stellen, mindestens  sollen gestrichen, bis zu 60 Reisebüros geschlossen werden.
Ab Juli  will TUI  mindestens 50 Prozent der Konzernhotels öffnen und im Sommerprogramm  Reisen in und nach Spanien, Griechenland, Zypern, Italien, Kroatien, Bulgarien, Portugal, Österreich, Deutschland und Schweiz anbieten. Für größtmögliche Sicherheit im Urlaub bietet TUI ab 18. Juli einen neuen Covid-19-Versicherungsschutz in Kooperation mit AXA Partners. Der neue Reiseschutz „Covid Protect“ ist kostenfrei für alle TUI-Gäste, die bis Ende 2020 in den Urlaub reisen und greift nicht nur für Neubuchungen, sondern auch für Gäste, die ihren Urlaub bereits gebucht haben. Eine 24/7-Notfall-Hotline und eine App bieten medizinische Telebetreuung während des Urlaubs. Die Kosten für einen PCR-Test und eine Heilbehandlung werden übernommen, Quarantänekosten bis zu einem Festbetrag. Auch die medizinische Rückführung nach Deutschland im Ambulanzjet in ein Krankenhaus nahe des Wohnortes ist möglich, sofern dem keine medizinischen oder sonstigen Gründe entgegenstehen.

Auf Sylt ist die urlauberlose Zeit vorbei

Wikinger Reisen hat erste Fernreisen  für 2021 buchbar gemacht  u.a. nach Costa Rica, Neuseeland, Alaska und Hawaii.  Geschäftsführer Daniel Kraus rechnet für 2020 mit einem Umsatzrückgang um rund 75 Prozent und baut 71 Stellen ab.  Künftig will Wikinger sein Programm aber stärker an die „neue Reisewirklichkeit“ anpassen. Für 2021 wolle man sich auf Europa konzentrieren und das Fernreiseangebot auf etwa 15 Prozent am Gesamtprogramm herunterfahren. Bislang hatte die Fernstrecke einen Anteil von rund 25 bis 30 Prozent am Portfolio. Im Europa-Segment soll rund die Hälfte der Reisen ohne Flug auskommen.  Der Veranstalter übernimmt die Kosten für die neue Corona-Zusatzversicherung der ERGO für alle Ziele außerhalb Deutschlands. Die Police schützt die Gäste vor, während und nach der Reise. Die Versicherung  funktioniert allerdings  nur, wenn der Urlauber eine übliche Reiseversicherung hat oder bei der Buchung – mindestens 30 Tage vor Abreise – abschließt. Für die Nach-Corona-Zeit hat Wikinger unter dem Motto „Yes, we care“ einen Leitfaden für  die Wander- und Radreisekunden entwickelt mit Verhaltensempfehlungen und Informationen über eigene Sicherheitsmaßnahmen.  Zur Vermeidung von Plastikmüll gibt es einen mit dem WWF erarbeiteten Ratgeber:  www.wikinger-reisen.de/nachhaltigkeit.php

Der Südostasien-Spezialist Comtour musste Insolvenz anmelden.

Luftfahrt

Immer mehr Airlines wollen den Flugbetrieb wieder hochfahren. Der Stillstand forderte schon einige Opfer:  Air Mauritius und Virgin Australia sind pleite. Weitere Fluglinien stehen auf der Kippe. Viele Carrier werden nur mit Staatshilfe überleben. Die Lufthansa und andere von der Corona Pandemie betroffene Airlines erhalten zusammen staatliche Hilfen von  112 Milliarden Euro. Das geht aus einer Kalkulation vor, die der Airline-Branchenverband Iata veröffentlicht hat.  Der Verband rechnet für dieses Jahr mit dem schlimmsten finanziellen Einbruch in der Luftfahrtgeschichte. Die Airlines könnten zusammen 84 Milliarden Dollar Nettoverlust machen, berichtet FVW.  Vorübergehend könnten nach Ansicht von Iata die Flugpreise sinken, um Touristen wieder inFlugzeuge zu locken. Mittlerweile rechnet die Iata damit,  dass das Passagieraufkommen nicht 2023, sondern erst 2024 wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht.  Für internationale Flugreisende fordert der Dachverband Corona-Schnelltests vor dem Abflug.
Harsche Kritik an den nicht vorhandenen Anti-Corona-Maßnahmen der europäischen Airlines übte Flugzeugforscher Dieter Scholz von der Hamburg University of Applied Sciences gegenüber „Report Mainz“.  Seiner Ansicht nach könnte ein freier Mittelsitz das Risiko einer Infektion um den Faktor 10 reduzieren. Das Konzept der EU und der Airlines zum Infektionsschutz  ohne einen freien Mittelsitz hält Scholz für völlig unzureichend: „So kann man Infektionen im Flugzeug auf keinen Fall verhindern. Wir werden belogen, ohne dass die Airlines dabei rot werden.“ Mehr dazu: https://lilos-reisen.de/fliegen-oder-nicht-fliegen/

Hoffnungsschimmer am Horizont.

Durch die Corona Krise sind sämtliche Flugpläne, die Airlines ursprünglich aufgelegt hatten, Makulatur.  Viele Flüge, die heute noch in den Systemen buchbar sind, werden nicht stattfinden, warnt FVW.  Laut IATA haben Regierungen weltweit inzwischen rund 130 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt, um die Airlines zu unterstützen.

Ein aktueller Überblick ohne Garantie auf Vollständigkeit:

Air Baltic  hat sich einen Flugstopp verordnet.

Frankreich darf Air France in der Corona-Krise mit sieben Milliarden Euro in Form von Kreditgarantien und eines Kredits als Anteilseigner helfen.  Trotzdem hat Air France-KLM wenig Hoffnung auf eine schnelle Erholung. Es werde Jahre dauern, bis das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht sei.

Die Zukunft von Air Namibia ist ungewiss.  Zwar  hat der High Court  den Beschluss der namibischen Transportkommission,  die Fluglizenz der Airline wegen wirtschaftlicher Probleme und aufgrund von Sicherheitsbedenken auszusetzen gekippt.  Inlandsflüge können so wieder stattfinden.

Die Regierung in Rom darf Alitalia  in der Corona-Krise mit 199,45 Millionen Euro unterstützen. Die EU-Kommission hat die Finanzhilfe für die angeschlagene Airline gebilligt.

American Airlines streicht Sommerflüge nach Europa und will ein Fünftel der Mitarbeiter in unbezahlten  Zwangsurlaub schicken.  1500 Mitarbeiter könnten ihre Jobs verlieren.

Austrian Airlines  kündigt bereits Fernflüge an und verdoppelt das bisherige Angebot .

British Airways legt  wegen der Corona Pandemie die komplette Boeing 747-Flotte still.  Eigentlich sollten die 31 Jumbo-Jets erst im Jahr 2024 aus dem Verkehr gezogen werden. In Zukunft werde man auch mit Blick auf den Klimaschutz verstärkt auf moderne,  effizientere Flugzeuge wie den Airbus A350 setzen, heißt es von Seiten der Airline.

Brussels Airlines hebt ab Mitte Juni wieder ab –  mit besonderen Vorkehrungen.

Cathay Pacific soll fast 4,5 Milliarden Staatshilfe bekommen.  Die Airline hat nach viermonatiger Pause die Verbindung Frankfurt – Hongkong wieder aufgenommen.

Czech Airlines (CSA)  gibt Auskunft über die website   www.csa.cz/ch-de/travel-notice-2/ 

Auch Mexiko könnte ab Herbst wieder Flugziel werden.

Weil die Übernahme von Condor durch LOT gescheitert ist, bekommt der Ferienflieger jetzt mehr Geld vom Staat und der Hessischen Landesregierung.  „Condor erhält einen Kredit über 294 Millionen Euro als Corona-Hilfe sowie 256 Millionen Euro zur vollständigen Refinanzierung des Überbrückungskredits, den der Ferienflieger nach der Insolvenz von Thomas Cook für den vergangenen Winter erhalten hatte“, heißt es in einer Pressemitteilung von Condor.  Die Airline zieht von Frankfurt nach Neu-Isenburg.  Neu ist ein Visit friends & relatives Tarif.
Am 18. Juni hat die Airline den ersten Teil des Sommerflugplan 2021 für den Kurz- und Mittelstreckenbereich zur Buchung freigeschaltet.   32 Ziele stehen auf dem  Plan: Es geht auf die Kanarischen Inseln und nach Madeira, auf die Balearen und nach Sardinien, nach Griechenland, Andalusien, Kroatien und Kalabrien. Auch Ägypten und die Türkei sollen wieder angeflogen werden,  auch Wochenendflüge nach Sylt bleiben im Condor-Programm.  Ab Oktober will Condor wieder auf die Fernstrecke gehen. Die Flüge zu den  Langstreckenzielen werden in den kommenden Wochen zur Buchung freigeschaltet.  Inzwischen bietet die Airline auch wieder Snacks auf ihren Flügen an. Die Maskenpflicht an Bord wurde verschärft:   www.condor.com

Delta Airlines macht Flüge für den Sommer 2021 buchbar und schafft die Umbuchungsgebühr ab.

Easyjet  will  seine Flotte halbieren.  Die Billig-Airline hat angekündigt, innerdeutsche Flüge völlig aufzugeben.

El Al stoppt  den Flugbetrieb noch einen weiteren Monat.

Emirates  übernimmt medizinische Kosten von bis zu 150 000 Euro und Quarantäne-Kosten von 100 Euro pro Tag für zwei Wochen, falls Passagiere während ihrer Reise an Covid-19 erkranken, berichtet FVW. Vom 1. August an brauchen Flugreisende nach Dubai und Abu Dhabi sowohl bei der Einreise als auch beim Transit ein negatives Covid-19-Testergebnis.

Etihad will weltweit wieder mehr als 50 Destinationen anfliegen. Die Airline bietet seit kurzem eine kostenlose Covid 19-Versicherung an, die alle medizinischen Kosten – auch die einer Quarantäne – abdeckt. Die Versicherung ist Teil von Etihad Wellness, dem neuen Hygiene-Programm.

Eurowings  stockt das Flugprogramm signifikant auf und wieder 80 Prozent ihrer Reiseziele anfliegen. Nach Aufhebung der weltweiten Reisewarnung steige das Interesse an Ferienzielen wie Italien, Spanien, Griechenland und Kroatien sprunghaft an, heißt es aus der Zentrale. Eine Flexibilitäts-Garantie  soll das Geschäft beleben: Bis 14 Tage vor dem Abflugdatum kann der Flug beliebig oft und kostenlos umgebucht werden – sogar auf ein anderes Reiseziel. Dies gilt für alle Eurowings Flugangebote innerhalb Europas.  Kurzzeitig bietet Eurowings eine kostenfreie Corona Versicherung an, sie gilt allerdings nur für Buchungen, die bis 27. September erfolgt sind. Danach wird die Versicherung kostenpflichtig.

Emirates  fliegt seit 21. Mai wieder von Dubai nach London-Heathrow, Paris, Mailand, Madrid, Chicago, Toronto, Sydney und Melbourne. Die Airline verteilt an die Passagiere Hygiene-Kits. Internationale Transitflüge sollen schrittweise wieder zugelassen werden. Mitte Juli will die Fluglinie wieder München mit Dubai verbinden.

Finnair fährt den Flugverkehr wieder hoch.

Green Airlines will die Lücke füllen, die in Deutschland durch den Ausstieg von Easyjet entstanden ist.  Am 31. Oktober will die neue Airline mit zwei Routen ab Karlsruhe/Baden-Baden loslegen: nach Hamburg und Berlin. In Kürze folgen sollen Dienste nach Paderborn, Dresden, Friedrichshafen, Rostock, Zürich, Wien und Sylt.

Icelandair nimmt Mitte Juni den Flugbetrieb wieder auf.  Berlin, Frankfurt, München und Zürich stehen  auf dem Flugplan der isländischen Fluggesellschaft

KLM will im Juli wieder 73 Ziele anfliegen, darunter Alicante, Ibiza und Porto.  Allerdings muss die Airline sparen und will bis zu 5000 Stellen streichen.

Korean Air fliegt seit 1. Juni wieder Frankfurt an und führt auf Inlandsflügen und internationalen Strecken für alle Economy-Class-Passagiere ein „Back to Front“-Zoneneinstiegssystem ein. Dieses sorgt dafür, dass die Passagiere, die Sitzplätze im hinteren Bereich des Flugzeuges haben, zuerst an Bord gehen.

Der chilenische Luftfahrt-Konzern Latam  hat Insolvenz angemeldet. Die Unternehmensgruppe und die Tochterunternehmen in Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador und den Vereinigten Staaten beantragten Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts.  Der Flugbetrieb in Argentinien wurde eingestellt. Auch in Brasilien hat Latam inzwischen Gläubigerschutz beantragt.

Lauda will vom 1. Juli an von Wien aus zu 23 europäischen Zielen starten.

LOT Die polnische Staats-Airline startet wieder ab Deutschland.

Lufthansa plant drastische Einschnitte.

Lufthansa will nun doch die Auflagen der EU-Kommission für das geplante neun Milliarden schwere Rettungspaket der Bundesregierung annehmen.  Demnach muss der Konzern an den Flughäfen Frankfurt und München je einem Wettbewerber die Stationierung von je bis zu vier Flugzeugen samt bis zu 24 Start- und Landerechten übertragen. Das Rettungspaket sieht vor,  dass der Staat  die Fluggesellschaft mit stillen Einlagen von insgesamt 5,7 Milliarden Euro, einem staatlich abgesicherten Kredit von bis zu drei Milliarden Euro und einer direkten Beteiligung an der Airline in Höhe von 20 Prozent oder 300 Millionen Euro vor der Pleite bewahrt. Die Hilfen sind laut Regierung mit Nachhaltigkeitszielen verbunden, etwa durch die Erneuerung der Flotte.  Außerdem darf kein Staatsgeld in Steueroasen abfließen, Vorstandsmitglieder müssten bis Ende September auf ein Fünftel ihrer Grundvergütung verzichten, und während der Stabilisierungsmaßnahmen dürften keine Boni und Dividenden ausgezahlt werden.  Die zwei vom Staat geforderten Aufsichtsratsposten sollen mit Experten besetzt werden.
Bei allen Neubuchungen bietet Lufthansa kostenfreie Umbuchung an.  Seit 4. Mai gilt auf allen Flügen der Lufthansa-Gruppe Maskenpflicht für Passagiere. Ende September will der Carrier 90 Prozent aller Ziele,  die vor Corona im Flugplan waren, wieder anfliegen. Die Airline wirbt mit einer Rückholgarantie.  „Die Rückfluggarantie gilt unabhängig vom gebuchten Tarif für alle Kunden“, heißt es der Pressemeldung von Lufthansa. Niemand soll Angst haben, zu stranden. Lufthansa begrenzt die Rückholgarantie allerdings auf Europa, die Türkei und Nordafrika. Bis Ende September will die Lufthansa 90 Prozent aller touristischen Flüge, die vor Covid-19 im Flugplan waren, wieder anbieten.  Für den Sommer 2021 kündigt die Airline ab Frankfurt  15 neue Reiseziele an  – von Ägypten bis Zypern. Tickets sind ab sofort buchbar und voll flexibel umbuchbar.  Doch die Airline muss sparen und hat angekündigt, 150 Flugzeuge stillzulegen. Das bedeutet auch das Aus für den A380.  Betroffen sind auch die Beschäftigten: rund 30 000 Stellen sollen gestrichen werden.  Auch bei der Lufthansa Group (Austrian, Swiss) können Passagiere jetzt freie Nebensitze hinzubuchen

Oman Air nimmt Mitte September den Flugbetrieb wieder auf.

Qatar Airways   erweitert sein globales Streckennetz bis Mitte Juli  auf über 430 wöchentliche Flüge zu mehr als 65 Zielen:  Tickets können kostenfrei umgebucht, in Qmiles umgetauscht, gegen einen zwei Jahre gültigen Reisegutschein eingetauscht oder zurückerstattet werden  Alle Tickets, die für Reisen bis zum 31. Dezember 2020 gebucht werden, sind ab dem Ausstellungsdatum zwei Jahre lang gültig.  Passagiere tragen während des gesamten Fluges zusätzlich zur Schutzmaske einen Gesichtsschutz und erhalten kostenlose Hygiene-Kits. Darin finden sie eine chirurgische Einweg-Schutzmaske, große puderfreie Einweg-Handschuhe und Handdesinfektionsmittel auf Alkoholbasis. Details unter www.qatarairways.com/en/travel-with-confidence.html

Der australische Nationalcarrier  Quantas  will 6000 Stellen abbauen.  Qantas rechnet erst ab Juli 2021 mit einer nennenswerten Wiederbelebung des Langstreckenverkehrs.

Ryanair  reduziert die angebotene Flugkapazität im September und Oktober um 20 Prozent.  Die Passagiere sollen am Flughafen und an Bord Gesichtsmasken tragen. Zudem sollen sie der Airline bei Flügen  am Check-in ihre Kontaktdaten und die Dauer ihres Aufenthalts nennen. Die Airline hat angekündigt,  Standorte zu schließen.   Zum 1. September hat die Billig-Airline nach eigenen Angaben eine Million Flugtickets zum Preis von fünf Euro in den Markt geworfen.  Flüge können unter bestimmten Umständen kostenfrei umgebucht werden. 

Der südafrikanische Nationalcarrier SAA  wird weiterhin keine internationalen Flüge anbieten.

SAS Die skandinavische Airline will Mitte Juni auch wieder deutsche Flughäfen ansteuern. Während der Corona-Pandemie hat sie bisher einen Milliardenverlust erlitten.

Singapore Airlines  verweist auf seine Website www.singaporeair.com/de_DE/de/travel-info/precautionary-measures/

South African Airways  darf nun doch weiterfliegen.  Gläubiger und Gewerkschaften haben nach Informationen von FVW einer Restrukturierung der 86 Jahre alten Airline zugestimmt.  Die südafrikanische Fluggesellschaft hatte schon ein Abfindungspaket für ihre 4 700 Mitarbeiter geschnürt und  sämtliche Arbeitsverträge zum 30. April beendet.

Der Ableger des Joint Ventures von Lufthansa und Turkish Airlines mit 20 Flugzeugen rund 1200 Mitarbeitern wird eingestellt. Sun Express Deutschland war vor neun Jahren gegründet worden, um von hier aus auch andere Länder anfliegen zu können. Jetzt soll sich Sun Express wieder ganz auf Türkei-Flüge konzentrieren. Nun bietet der Ferienflieger optional eine Versicherung für Fluggäste an, die auch eine mögliche Erkrankung mit Covid-19 abdeckt.

Ähnlich wie der Bund bei der Lufthansa springt auch der portugiesische Staat als Retter beim National Carrier TAP Air Portugal ein.

Thai Airways soll unter Gläubigerschutz gestellt und saniert werden.  Alle internationalen Verbindungen sind wegen der Corona-Pandemie derzeit eingestellt.

Als erste deutsche Airline hat TUI fly den Flugplan für die Sommersaison 2021 freigeschaltet.   Mit einem im Juli startenden Sonderflugplan sollen die beliebtesten Sonnenziele in Spanien, Griechenland, Portugal und Zypern wieder regelmäßig angesteuert werden.  Die Flotte von derzeit 40 Flugzeugen soll allerdings halbiert werden. Die Langstrecke wird vorerst auf Eis gelegt.  Die Airline will zeitnah Verhandlungen über die Verkleinerung der Flotte beginnen.  “ Wir müssen diese Flotte verkleinern und innerhalb der fünf Fluggesellschaften des Konzerns enger zusammen arbeiten. Sonst werden wir als Premium-Anbieter im Ferienflug den Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Fluggesellschaften noch weiter vergrößern“, sagte TUI fly Geschäftsführer Oliver Lackmann.  Sobald die Reisewarnungen für die Zielgebiete außerhalb der Europäischen Union fallen, etwa für Ägypten oder die Kapverdischen Inseln, nimmt TUI fly die geplanten Verbindungen ebenfalls wieder auf.

Kreta gehört zu den Zielen, die wieder ab München angeflogen werden.

Turkish Airlines hat den Flugstop bis Mitte Juni verlängert.

United Airlines   verordnet seit Mai Maskenpflicht und verteilt die Masken an die Passagiere. Über das Vielflieger-Programm Mileage Plus hat sich der Carrier jetzt ein Darlehen über umgerechnet 4,4 Mrd. Euro geholt, um die „schwerste Krise“ in seiner Geschichte zu überstehen. Nach Delta steuert nun auch United wieder den Flughafen München an.  Passagiere, die einen Inlandsflug gebucht haben, können ihn bis auf weiteres kostenfrei umbuchen.

Anders als die Konkurrenz verschiebt der ungarische Billigflieger Wizz Air die Übernahme neuer Flugzeuge nicht und hat die Liefertermine für fünf Airbus 321 Neo sogar vorgezogen. Die derzeit 121 Flugzeuge starke Flotte soll im nächsten Geschäftsjahr auf 160 Jets wachsen. Wizz Air habe 77 Prozent der Flüge wieder aufgenommen , so CEO József Váradi. 

Vom  Flughafen München aus sollen ab 1. Juli wieder 90 Ziele erreichbar sein:   www.munich-airport.de/flugziele 
Passagiere haben am  Flughafen die Möglichkeit, sich auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testen zu lassen. Entsprechende kostenpflichtige Tests bietet die MediCare, eine Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH, im medizinischen Zentrum des Airports (Terminal 1, Bereich E) an. Wer an einem solchen Test interessiert ist, muss sich telefonisch über die Notfallambulanz des Airports unter der Rufnummer 089/975-63399 dafür anmelden. Die Testergebnisse liegen vier Stunden nach Durchführung der Abstriche vor.
Der Flughafenbetreiber Fraport will bis zu 4000 der insgesamt 22 000 Stellen abbauen. Der Luftverkehr sei eingebrochen und erhole sich nur langsam. Auch 2023 würden die Passagierzahlen auf dem Drehkreuz Frankfurt noch 15 bis 20 Prozent unter den bisherigen Höchstwerten liegen,  wird Fraport-Chef Stefan Schulte auf reisevor9 zitiert.

Am Allgäu Airport kommt der Flugbetrieb wieder in Schwung – mit neuen Zielen: www.allgaeu-airport.de

Der Flughafen Paderborn hat Insolvenz angemeldet.

Sicherheit Sogenannte Community-Masken reichen nach Ansicht der europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA nicht aus, um die Ansteckungsgefahr im Flugzeug zu verhindern. Für Passagiere und Mitarbeiter sei vielmehr medizinischer Mund- und Nasenschutz wichtig.  In den  „Operarational Guidelines“ wird außerdem empfohlen, Abstand im Flugzeug durch freie Plätze zu halten. Familien und Mitglieder eines Haushalts sollten nebeneinander sitzen, heißt es. Passagiere sollten außerdem möglichst wenig Handgepäck mit an Bord nehmen.

Flugzeugfriedhof  Europas größter Flugzeugfriedhof liegt in Spanien und ist fast ausgebucht.  In Teruel werden Flugzeuge entweder für einen gewissen Zeitraum zwischengeparkt oder finden hier ihre Endstation – als Ersatzteillager. Lufthansa will all ihre Langstreckenflugzeuge vom Typ A340-600 hierher verlegen. Während die klassischen Passagierflughäfen gerade kaum etwas zu tun haben, herrscht in Teruel Hochbetrieb. Der Flughafen gehört mit seinem Geschäftsmodell als Flugzeug-Abstellplatz zu den Gewinnern der Coronavirus-Krise.

Deutschland 

Mit der neuen Kommunikationskampagne ‚Feel Good‘ will die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) die Aufmerksamkeit potenzieller Gäste auf nachhaltige Angebote im Reiseland Deutschland lenken. Vorgestellt werden 16 Ideen für einen nachhaltigen Urlaub wie Eselstouren in Brandenburg oder der Sternenpark in der Eifel.  Die Kampagne wird im September über die DZT-Kanäle auf Facebook und Instagram in den deutschen Anrainerstaaten Dänemark, Niederlande, Belgien, Frankreich, der Schweiz und Österreich ausgespielt: https://www.germany.travel/de/microsite/feel-good/nachhaltigkeit.html

Auf 38 Milliarden Euro taxiert das World Travel & Tourism Council (WTTC) die Folgen des Ausbleibens ausländischer Besucher im Zuge der Corona-Pandemie für das laufende Jahr. Die Ausgaben ausländischer Besucher könnten demnach gegenüber dem Vorjahr um 82 Prozent einbrechen, berichtet Reisevor9.

Mit #WanderlustGermany hat die DZT eine neue Kampagne in 13 europäischen Märkten gestartet.  Beworben werden Aktivangebote mit den Kernaktivitäten Wandern und Radfahren in außergewöhnlich vielfältigen Naturregionen des Reiselandes Deutschland.    Premiumpartner ist Mecklenburg-Vorpommern.

Noch immer ist Deutschland, was die Lockerungen angeht, ein Flickenteppich.    Aber die Länder nähern sich immer mehr an.  Nachdem die meisten Bundesländer bereits Einschränkungen für Reisende aus Corona-Hotspots  auf den Weg gebracht hatten, gibt es nun eine Bund-Länder-Einigung dazu: Menschen aus einem Kreis mit hohem Corona-Infektionsgeschehen dürfen demnach nur dann in einem Hotel untergebracht werden, wenn ihnen ein ärztliches Zeugnis bestätigt, dass sie keine Infektion haben. Das geht aus einem Beschluss des Chefs des Bundeskanzleramtes und der Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder  hervor. Das benötigte ärztliche Zeugnis  „muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist“.  Verstöße gegen die Maskenpflicht werden deutschlandweit unterschiedlich geahndet.  Die Bußgelder bewegen sich zwischen 50 und 250 Euro.  Einen schnellen Überblick über die Corona-Regelungen in den einzelnen Bundesländern verschafft dieser Link  https://tourismus-wegweiser.de/?fbclid=IwAR2uAzBqd41gjFOMxYaMqc_pTHY8LPP5WtIr457R2cCpD2XN-QAv4BURI18, 
zu finden auf dem Corona Navigator des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes www.corona-navigator.de 

Vor allem im öffentlichen Nah- und Fernverkehr und in Innenräumen gilt in fast allen Bundesländern Maskenpflicht.

Hotels und andere Beherbergungsbetriebe leiden weiterhin unter Corona.  Im Juli wurden 45,4 Millionen Übernachtungen gezählt – ein  Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

In Baden-Württemberg ist Gastronomie im Innen- und Außenbereich   möglich, Ferienwohnungen und Campingplätze  haben geöffnet ebenso  Hotels und Freizeitparks. Für die Öffnung von Beherbergungsbetrieben gelten ebenso strenge Auflagen wie ein verpflichtendes Hygieneschutzkonzept wie in der Gastronomie und eine Verpflegung nur mit Abstand und begrenztem Einlass.  

Bayern  öffnet sich  weiter. Restaurants  haben geöffnet, Hotels dürfen wieder Gäste beherbergen, auch der Wellnessbereich darf genutzt werden. Inzwischen können auch Bars und Kneipen wieder besucht werden  –  Sperrstunde 22 Uhr.   Grundsätzlich soll in Gaststätten eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, von den Gästen, vom Personal und auch in der Küche.  Freizeitparks sind geöffnet.  Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen dürfen stattfinden – mit bis zu 25 Personen in Innenräumen oder 50 Personen im Freien.  Am 21. September hat München eine Maskenpflicht auf viel besuchten öffentlichen Plätzen und Straßen eingeführt.  Bayern macht Spaß, trotz Corona und geltender Sicherheitsvorkehrungen. Mit dieser Botschaft startet die Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) zusammen mit dem DEHOGA Bayern e. V. und der Band LaBrassBanda die Kampagne „Bayerische Lebenslust? Ganz sicher!“  Das Musikvideo samt Tipps für Bayerns Regionen findet sich hier:  lebenslust.bayern  

In Berlin sind Restaurants und Hotels  wieder offen.  Gäste wie Personal müssen Abstands- und Hygieneregeln einhalten, darunter 1,5 Meter Mindestabstand und Maskenpflicht. Kneipen und Bars können seit  2. Juni wieder öffnen, Gäste müssen aber an Tischen Platz nehmen.  Im September öffnen viele Museen.

Auch in Brandenburg haben  Gaststätten, Cafés und Kneipen wieder geöffnet. Dauer- und Wohnmobilcamping ist wieder möglich, wenn die Camper ein eigenes Sanitärsystem haben.  Hotels und Ferienwohnungen können wieder auf Gäste hoffen.  

In Bremen sind Restaurants und Kneipen  unter strikten Auflagen offen. Dazu gehört, dass Gäste nur dann Getränke und Speisen im Lokal verzehren dürfen, wenn sie bereit sind, Namen und Kontaktdaten anzugeben. Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienwohnungen können wieder Gäste empfangen,  wenn die Regeln des Kontaktverbotes eingehalten werden und ein Schutzkonzept vorliegt.

In Hamburg ist Gastronomie ebenso wie Hotelbetrieb wieder möglich.  Nur der berühmte Hamburger Fischmarkt bleibt auch weiterhin geschlossen.

Hessen erlaubt Restaurants und anderen Gaststätten  unter Auflagen die Öffnung.  Es gibt keine Unterschiede zwischen Innen- und Außengastronomie. Pensionen, Privatzimmer, Hotels und Campingplätze haben ihren Betrieb wieder aufgenommen ebenso Bars.

Wieder möglich: Abtauchen im Freibad.

In Mecklenburg-Vorpommern ist das Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben.   Die Hotels dürfen wieder alle Betten belegen.  Hallenbäder haben geöffnet ebenso Freizeitparks. Tagesgäste sind wieder willkommen.

In Niedersachsen  hat die Gastronomie  geöffnet. Wer  ein Restaurant oder Café besuchen will, muss dort Namen und Telefonnummer hinterlegen. Für einen Besuch ist keine Reservierung erforderlich. Sie wird aber dringend empfohlen. Auch Hallenbäder und Spaßbäder dürfen wieder öffnen ebenso wie Indoor-Spielplätze – alles unter Einhaltung der Corona-Regeln. Auf den Nordseeinseln sind mit Ausnahme von Norderney  auch wieder Tagesgäste erlaubt.

In Nordrhein-Westfalen wurden viele der bisherigen Lockerungen für die Kreise Gütersloh und Warendorf nach dem Ausbruch des Coronavirus in einer Schlachtfabrik der Firma Tönnies bis zum 30. Juni wieder zurückgenommen. Unter anderem wurden die Kontaktbeschränkungen verschärft, Sport in geschlossenen Räumen sowie zahlreiche Kulturveranstaltungen verboten.  Im übrigen Land gilt: Freibäder dürfen öffnen, der Mindestabstand gilt auch in den Schwimmbecken. Freizeitparks dürfen Besucher empfangen ebenso Wellness- und Spaßbäder. Auch Wellnesseinrichtungen und Saunabetriebe können unter Hygieneauflagen wieder öffnen.

Seit 13. Mai haben in Rheinland-Pfalz Restaurants, Cafés,  Ausflugsschiffe und Vinotheken  geöffnet – unter strengen Auflagen. Eine Atemschutzmaske ist drinnen wie draußen vorgeschrieben.  Überall gilt eine Reservierungs- und Anmeldepflicht. Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze mit eigenen sanitären Einrichtungen  haben seit 18. Mai geöffnet.  Bars und Freizeitparks können besucht werden.  Bei Veranstaltungen, darunter auch Messen oder Märkte,  dürfen sich  ab dem 24. Juni  bis zu 150 Menschen versammeln. Im Freien sind Veranstaltungen mit bis zu 350 Menschen möglich.

Spätestens ab 18. Mai kann man im Saarland wieder in Restaurants und Kneipen gehen.  Freizeitparks dürfen wieder besucht werden.  Veranstaltungen im Freien mit bis zu 350 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 150 Personen sind unter Auflagen wieder erlaubt.

Kneipen, Biergärten und Restaurants haben in Sachsen  unter Auflagen wieder geöffnet, eine Trennung von Innen- und Außenbereich gibt es dabei nicht.  Auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen dürfen wieder öffnen – auch für Gäste aus anderen Bundesländern.  Freizeitparks sind wieder geöffnet.

In Sachsen-Anhalt sind Gaststätten, Hotels und Bars offen ebenso  Freizeitparks.

Schleswig-Holstein ermöglicht die Öffnung von Hotels, Gaststätten und Ferienhäusern , sofern die Abstandsregeln eingehalten werden können.  Kapazitätsgrenzen sollen nicht gelten.  Auch Bars haben geöffnet. Besuche in  Saunen und Freizeitparks sind möglich. Auch Hallenbäder dürfen mit entsprechenden Konzepten und Auflagen wieder öffnen.

Thüringen beendet die Corona-Kontaktbeschränkungen. Eine Maskenpflicht bleibt aber in   Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bestehen.    Es gibt keinerlei Einreisebeschränkungen.
https://www.zusammengegencorona.de/

 

Unter Auflagen haben auch die Berliner Clubs inzwischen wieder geöffnet.

In Oberammergau wurden die Passionsspiele abgesagt, die bisher alle zehn Jahre stattfanden.  Neuer Premierentermin ist der 21. Mai 2022.

Die Leipziger Buchmesse soll 2021 erst Ende Mai stattfinden.
 
Deutsche Urlaubsziele büßen nach einer Hochrechnung der Tourismusberatung DWIF  in den Monaten März und April  24 Milliarden Euro Umsatz ein. Allein bei Übernachtungsreisen entgingen den Ferienzielen rund neun Milliarden Euro Umsatz.

Die Deutsche Bahn  will die die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weiter geben und senkt ab Juli die Preise.   Allerdings hat der Staatskonzern von Januar bis Juni  einen Verlust von 3,7 Milliarden Euro eingefahren, wie  dpa aus Aufsichtsratskreisen erfuhr.
Seit 22. Juni wirbt die  Bahn in einer eher außergewöhnlichen Kampagne für Urlaub in Deutschland. Zusammen mit den 16 Bundesländern,  die sich in der Kampagne „Entdecke Deutschland“ zusammen getan haben (entdecke-deutschland.de)  bewirbt die Bahn dann in rund 100 Motiven, die auf den ersten Blick exotisch wirken, Ziele in Deutschland: Frankfurt statt New York, der Kaiserstuhl statt Vietnam, die Bodensee-Insel Reichenau statt die Philippinen: bahn.de/entdecke-deutschland.de,  www.youtube.com/watch?v=4t3hlrwVTAQ

Das Verbot von Busreisen durch die Bundesregierung und die ausgeweitete Reisewarnung hat die Omnibusunternehmen in eine existenzbedrohende Situation gebracht.  Flixbus  hat  wieder den Betrieb aufgenommen. Bla-Bla-Bus will ebenfalls loslegen. Ab 24. Juli kann die Branche Hilfsgelder abrufen.

Der Autovermieter Hertz, zu dem auch Dollar und Thrifty gehören, nutzt den Chapter 11 im Konkursrecht und will nun mit den Gläubigern über eine Umstrukturierung verhandeln. Trotz der Insolvenz soll der Betrieb weiterlaufen. Schon Mitte März hatte Hertz angekündigt, die Hälfte seiner weltweit 20 000 Mitarbeiter zu entlassen. Die Geschäfte in Deutschland und Europa seien von der Insolvenz in den USA und Kanada nicht betroffen, heißt es.
Bei Europcar können Kunden ab sofort Fahrzeuge auch im Abo-Modell anmieten.

Die Frankfurter Buchmesse soll  vom 14. bis 18. Oktober  ohne die klassische Hallenausstellung stattfinden.  Laut Buchmesse-Direktor Juergen Boos liegt der  Fokus „jetzt auf dem virtuellen Angebot und den Veranstaltungen in der Festhalle und in der Stadt“. Die Verleihungen des Deutschen Buchpreises (12. Oktober) und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (18. Oktober) sollen wie geplant stattfinden. Hinzu kommen Leseveranstaltungen vor Ort und im Netz. Bei der Buchmessennacht (16. Oktober) werden unter anderem Jan Böhmermann (virtuell), Bas Kast, Susanne Fröhlich, Elke Heidenreich, Alexa Hennig von Lange, Richard David Precht und Jan Weiler erwartet. Nach aktuellem Stand können etwa 450 Besucher in der Festhalle dabei sein.Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt die Frankfurter Buchmesse mit vier Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR.

Auch die Freizeitparks öffnen wieder.  Im Europa-Park in Rust geht es seit 29. Mai  unter Auflagen und mit beschränkter Besucherzahl los.  Die Eröffnung des Parks, der Gastronomie sowie der Übernachtungsmöglichkeiten wurde „eng mit den Behörden abgestimmt“. Es wird kein Show- und Kinoprogramm geben, und die Wasserwelt Rulantica bleibt geschlossen. Jahreskartenbesitzer dürfen nur einmal im Monat den Park besuchen. Außerdem gibt es eine Begrenzung der Besucherzahlen mit Hilfe von tagesbasiertem Online-Ticketing.   Legoland Günzburg ist am 30. Mai in die neue Saison gestartet, wobei in der Anfangsphase die  Besucherkapazität auf 25 Prozent der eigentlichen Auslastung begrenzt wird und Mund- und Nasenschutz vorgeschrieben ist.  Der Besuch ist nur mit vorheriger tagesdatierter Reservierung möglich.

Auch Freizeitparks empfangen wieder Besucher.

Auch die Hotels sind von den Corona-Schließungen und Maßnahmen stark betroffen.  Motel One-Gründer Dieter Müller rechnet trotz der Lockerung im Tourismus mit einem hohen Verlust seiner bisher so erfolgreichen Hotelkette in diesem Jahr. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr 80 Millionen Euro Verlust schreiben werden“, sagte er dem Wirtschaftsmagazin Capital.  Berlin vermeldet die erste Pleite eines Fünf-Sterne-Hotels: Die Betriebsgesellschaft des Fünf-Sterne-Hotels Sofitel Berlin Kurfürstendamm hat einen Insolvenz-Antrag gestellt.

Pandemic Footprint Wer wissen will, wie viel oder wie wenig er selbst zur Verbreitung des grassierenden Corona Virus beiträgt, kann seinen Einfluss mittels eines Tools berechnen. Anhand verschiedener Angaben wird eine Kennzahl zwischen 0 und 1000 errechnet – je geringer sie ausfällt, umso besser. Jeder einzelne kann dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen, sind die Entwickler überzeugt:
www.pandemic-footprint.com/de/

Verbraucher Antworten und Tipps zu  aktuellen Verbraucherfragen rund um Corona, hat die Verbraucherzentrale NRW im Internet zusammengestellt: www.verbraucherzentrale.nrw/corona

Kreuzfahrt 

Mit am stärksten von der Corona Krise betroffen ist die Kreuzfahrt.  Alle großen Kreuzfahrtreedereien haben ihren Betrieb weitgehend eingestellt. Hafensperrungen und Quarantäne-Auflagen machen die Durchführung der gebuchten Routen so gut wie unmöglich. Als Konsequenz legen die meisten Reedereien ihre Flotte  zum Teil bis in den Herbst hinein still. Die Lage kann sich kurzfristig jederzeit ändern. Das Auswärtige Amt rät nach der Verlängerung der Reisewarnung für Länder außerhalb Europas dringend von Kreuzfahrten ab.  „Panorama“ brachte einen interessanten Beitrag zu den Staatskrediten für die deutschen Werften und die Zukunft der Branche:   https://daserste.ndr.de/…/Kreuzfahrt-Soll-der-Staat-die-Bra…
Inzwischen machen sich Experten Gedanken, wie es weiter gehen soll mit der Kreuzfahrt. Der Fachjournalist Thomas P. Illles etwa bringt Kreuzfahrten ins Nirgendwo ins Gespräch: „Denkbar wären zum Beispiel vermehrte „Cruises to Nowhere„, also Reisen ohne Hafenanläufe – das Meer und das Schiff selbst werden zur Destination. Reedereieigene Inseln und Altersbeschränkungen könnten zukünftig ebenfalls eine grössere Rolle spielen, ebenso eine mögliche Nutzung von Teilen der Flotten als temporäre Hotelschiffe. Oder, falls operationell und wirtschaftlich sinnvoll durchführbar, „Mystery Cruises“, wo man aus der Not eine Tugend macht und die nötige Flexibilität in Sachen Dauer und Hafenanläufen als spezielles Erlebnis anbietet.“  Tatsächlich starteten die ersten Veranstalter (Aida Cruises, TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises)   zu „Kreuzfahrten nach nirgendwo“. Landgänge sind nicht geplant.  Die Cruise Lines International Association, Clia, hat angekündigt, dass ihre Mitglieder freiwillig den Kreuzfahrtbetrieb in den USA bis 31. Oktober aussetzen.
Die EU hat einen Vorschlagskatalog für den Kreuzfahrt-Neustart vorgelegt. Das 50-seitige Dokument empfiehlt nach Informationen von Reisevor9 neben Hygiene- und Abstandsregeln sowie regelmäßigem Gesundheits-Screening von Gästen und Personal auch eine besondere Behandlung von Risikogruppen. So sollten Ältere vorab einen Gesundheitscheck durchführen lassen.
In den nächsten zwölf bis 18 Monaten könnten etwa 30 Kreuzfahrtschiffe verschrottet werden, schätzt ein Analyst. Modelle aus den 80er- und 90er-Jahren seien derzeit für Kreuzfahrtreedereien, die ihre Kapazität reduzieren wollten, kaum verkäuflich, berichtet Reisevor9.  Am 20. Juli gab die Meyer Werft bekannt, dass sie für sechs Wochen schließen werde.  In den kommenden fünf Jahren müsse die Werft 1,2 Mrd. Euro sparen, berichtet die FVW.

Allein die drei börsennotierten Kreuzfahrtgiganten Carnival, Royal Caribbean und Norwegian haben durch die Corona-Krise 50 Milliarden Dollar bislang an Wert verloren und 20 Milliarden aufbringen müssen, um sich über Wasser zu halten, sagt NCL-Chef Frank del Rio. Die Konzerne fordern ein Auslaufen der bis zum Monatsende geltenden „No-Sail-Order“ der US-Behörden. Die Kreuzfahrtindustrie habe ihre Hausaufgaben in Sachen Infektionsschutz gemacht.

Australien will Kreuzfahrtschiffe bis Mitte September nicht anlanden lassen werde.

Nicht einmal die Flusskreuzfahrten sind verschont geblieben.

 

AIDA Cruises  nimmt im Oktober das Mittelmeerprogramm wieder auf.

Der saudische Staatsfonds PIF  hat  sich in der Corona-Krise beim Kreuzfahrt-Konzern Carnival eingekauft. Der Fonds ist mit einem Anteil von gut acht Prozent neuer Großaktionär der Aida-Mutter.  Carnival Cruise Line will ab August wieder erste Reisen starten.  Allerdings sollen zunächst nur acht Kreuzfahrtschiffe ablegen. Der restliche Flottenbetrieb in Nordamerika und Australien bleibe bis zum 31. August ausgesetzt.  Der Kreuzfahrtkonzern, zu dem unter anderem die Marken Aida und Costa gehören,  zieht 18 Kreuzfahrtschiffe aus dem Verkehr.   Zudem soll die Auslieferung von fünf der neun in diesem und im nächsten Jahr geplanten Neubauten im Volumen von drei Milliarden US-Dollar verschoben werden.

Die Reederei Celestyal Cruises hat beschlossen, erst wieder zur nächsten Saison, die im März 2021 startet, Kreuzfahrten anzubieten. Die Flotte wird um das Costa-Schiff Neo Romantica erweitert.

Costa hatte alle Reisen bis Mitte August ausgesetzt.  Am 6. September ist die Costa Deliziosa als erstes Schiff der Costa Crociere wieder in See gestochen.  Die ersten Reisen sollen eine Woche lang durch das Mittelmeer führen – für die Gäste sind Covid-Schnelltests geplant.  Vom 27. September an sollen auch deutsche Gäste wieder an Bord der Costa-Schiffe gehen können, die im Winter überwiegend im Mittelmeer unterwegs sind. Alle übrigen Reisen werden abgesagt

Für die Kreuzfahrt könnten europäische Routen interessant werden.

 Cunard  startet erst 2021 wieder mit neuen Routen. Betroffene Gäste erhalten eine Gutschrift von 125 Prozent des bereits gezahlten Reisepreises, die sie bis Ende März 2022 einlösen können.

Hapag-Lloyd Cruises  führt ab 15.  September eine PCR-Testpflicht ein und arbeitet dabei mit den Helios-Kliniken zusammen. Im September soll es mit vier Schiffen weitergehen – in Richtung Norden und mit Landausflügen.

Hurtigruten  hat die Antarktis-Kreuzfahrten im Oktober, November und Dezember abgesagt.

Bei MSC Cruises  werden alle Passagiere  einen Corona-Test machen müssen, bevor sie an Bord gehen.  Statt wie geplant am 29. August soll die „Magnifica“ nun erst vom 26. September an im Mittelmeer unterwegs sein.

nicko cruises erweitert sein Kanaren-Angebot um neue Termine, eine Weihnachts- und Silvesterkreuzfahrt und  Sonderpreise. Das  Hochseeschiff World Voyager nimmt ab Januar Kurs auf  Mittelmeer und Rotes Meer. Neben klassischen Zielen im Mittelmeer steuert nicko cruises mit dem expeditionsfähigen Neubau Ziele wie Jordanien, Israel und Saudi-Arabien an.

Mit den  Programmen für 2021 bis 2023  öffnet Norwegian Cruise Line  den Verkauf für Kreuzfahrten zu über 20 neuen Zielen auf allen Kontinenten. Der Kreuzfahrtkonzern verlängert die Absage von Kreuzfahrten ihrer drei Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises um einen weiteren Monat. Von August an werde man am Ende jedes Monats ein Update zum Status geplanter Reisen liefern, heißt es.

P & O Cruises setzt die Fahrten bis einschließlich 31. Juli aus. Alle Gäste mit Abfahrten bis 31. Juli erhalten automatisch 125 Prozent Future Cruise Credits, die sie bis März 2022 einlösen können bei einer Buchung bis Ende 2021.

Princess Cruises,   Tochter des Carnival-Konzerns pausiert bis mindestens 15. Dezember. Mehr als 100 weitere Reisen mit Princess-Schiffen weltweit werden abgesagt, gab ein Sprecher bekannt. Princess-Schiffe waren in der Coronakrise mit hunderten Infektionen und mehreren Todesopfern besonders betroffen.

Seabourn verlängert die Reiseabsagen bis einschließlich 30. Juni.  Betroffene Gäste erhalten eine 125-prozentige Gutschrift in Form eines Future Cruise Credit, der für eine beliebige Kreuzfahrt bis zum 21. Dezember 2021 eingesetzt werden kann. Wer das nicht wahrnehmen möchte, bekommt den Reisepreis zu 100 Prozent zurückerstattet.

Silversea nimmt die Reisen frühestens Mitte oder Ende Juli wieder auf.   Die Luxuskreuzfahrtlinie macht ab 17. Juni  ihr Winterprogramm 2021/22 buchbar – mit 86 neuen Reisen zu 222 Destinationen in 67 Ländern.  Der Anbieter von Luxuskreuzfahrten wurde nun vollständig von Royal Caribbean übernommen.

Transocean stellt nach Pleite der Mutter South Quay Travel Limited (SQTL) den Betrieb ein.

Bei TUI Cruises  gehen die „Blauen Reisen“ in die Verlängerung: Die Mein Schiff 1 und die Mein Schiff 2  stechen auch im September weiter von Hamburg und Kiel aus  zu Kurzreisen sowie fünf- bzw. sieben-tägige Panoramafahrten in Richtung Nord- und Ostsee  in See. Neu dazu kommen ab September sieben-tägige Kreuzfahrten ab und bis Kreta mit Landausflügen. Um während der gesamten Reise für größtmögliche Sicherheit zu sorgen, werden die Kreuzfahrten nach Griechenland nur als Gesamtpaket inklusive An- und Abreise in eigens gecharterten Flugzeugen, die ausschließlich von Mein Schiff Gästen genutzt werden, angeboten. Passagiere von Tui Cruises dürfen ab September nur noch mit einem negativen Corona-Test an Bord.  Dafür kooperiert TUI Cruises mit den Helios Kliniken: So können sich alle Gäste künftig an einem der 86 Helios-Standorte vor Abfahrt testen lassen. Die Kosten für die Tests sind bereits im Reisepreis enthalten.   Die November-Reisen der „Mein Schiff 3“ und „Mein Schiff 4“ am 1. November, der „Mein Schiff 5“ am 5. November sowie der „Mein Schiff Herz“ am 6. November fallen aus. Abgesagt sind auch die für dieses Jahr geplanten USA-Reisen und Kreuzfahrten ins südliche Afrika im kommenden Winter.  Ab Frühjahr 2021 sollen aber alle sieben Schiffe wieder unterwegs sein. 

Auch die Flusskreuzfahrt reagiert:  A-Rosa  führt wieder Flussreisen durch – in allen europäischen Fahrtgebieten. Der ursprünglich für Mai 2021 geplante Neubau von Arosa Flussschiff soll nun erst im März 2022 fertig werden.

 

Nicko Cruises   startet mit   https://www.nicko-cruises.de/service/aktuell-covid-19-informationen/
 Inzwischen hat der Veranstalter seine Programme für 2021 präsentiert.  Neben den klassischen Routen können sich Flusskreuzfahrt-Fans auf  „einige Flottenneuzugänge, spannende Themenreisen, kulinarische Gaumenfeuden und 14 neue Routen freuen“, heißt es in der Pressemitteilung. „2021 wird eine großartige Fluss-Saison“,  verspricht Guido Laukamp, Geschäftsführer von nicko cruises, mit viel Optimismus.

Einreiseverbote 

Mehr als 70 Länder haben wegen Corona  für Deutsche eine Einreisesperre oder Quarantäneregeln verhängt, darunter  Großbritannien und Neuseeland sowie die USA.

Ruhe für den Löwen: Südafrika gehört zu den Ländern, die ihre Grenzen dicht gemacht haben.

Europa

Auch die europäischen Länder reagieren höchst unterschiedlich mit ihren Lockerungen.  Hilfreich ist da die neue Website „Re-open EU“ ,  auf der  ab sofort laufend aktualisierte Informationen über Reisen und Urlaub in der EU zu finden sind, unter anderem zu Verkehrsmitteln, Reisebeschränkungen und Regeln zum Schutz der öffentlichen Gesundheit wie Abstandsregeln und Tragen von Gesichtsmasken:  reopen.europa.eu/de 

Nachdem Mitte Juni die meisten Reisebeschränkungen in Europa gefallen sind, machen die im Verband der Fährschifffahrt und Fährtouristik  (VFF) organisierten Reedereien auch den Weg übers Wasser wieder frei: Dänemark, Schweden, Finnland und die baltischen Staaten können über die Ostsee angelaufen werden. Im Mittelmeer läuft der Verkehr nach Sardinien, Sizilien und Korsika sowie von Italien nach Griechenland wieder nach Plan. Und dutzende Fährrouten bringen Urlauber  wieder auf die ägäischen Inseln. Die Einreise nach Großbritannien und Island ist für Deutsche seit Anfang Juli wieder ohne Quarantäne möglich.  Die im August  wieder zunehmende Zahl von nationalen Alleingängen bei Einreise-Beschränkungen und Grenzkontrollen besorgt die EU-Kommission.

Andorra wurde am 27. August wieder als Risikogebiet eingestuft.

Seit  15. Juni sind in Belgien die Grenzen wieder geöffnet.  Quarantäneregeln gelten für deutsche Urlauber nicht – im Alltag gibt es aber grundlegende Hygienebestimmungen wie das Abstandsgebot.  Seit kurzem muss ein Mund-Nasen-Schutz auch im Freien getragen werden,  auf Märkten und in belebten Geschäftsstraßen.  An den Nordseeküsten gelten zum Teil zusätzliche Regeln: Für Strandbesuche an bestimmten Abschnitten wie in dem beliebten Oostende müssen Urlauber und Einheimische sich anmelden.  Seit 21. August gilt eine Corona-Warnung  für Brüssel.   Ein neues Informations- und Planungstool bietet Visit Flanders  der Reiseindustrie. Auf einer eigenen Mikro-Website in englischer Sprache wird übersichtlich über die aktuelle Covid-19-Situation in Belgien informiert. Darüber hinaus finden sich dort weitere nützliche Informationen über Events und Ideen für Reiseprogramme. www.visitflanders.com

Auch Reisen nach Bulgarien sind für deutsche Touristen wieder möglich.  Wegen des Anstiegs von Infektionen ist Maskenpflicht angeordnet.  Wegen steigender Covid-19-Infektionen hat das Auswärtige Amt am  7. August  eine Reisewarnung für touristische Gebiete am Goldstrand und die Hauptstadt Bukarest verhängt. Pauschalreisende wurden teils kurz vor dem Abflug wieder nach Hause geschickt, berichtet Reisevor9.

In Dänemark  gilt ab 22. August  im öffentlichen Nahverkehr sowie auf Bahnhöfen und Flughäfen eine Maskenpflicht.

Estland  hat eine zweiwöchige Quarantäne für Reisende aus Deutschland eingeführt.

Finnland heißt Deutsche wieder willkommen.

In Frankreich  haben Restaurants, Parks, Gärten und Strände wieder  geöffnet – drinnen und draußen.   In öffentlichen Verkehrsmitteln und allen geschlossenen Räumen gilt seit 20. Juli eine strenge Maskenpflicht.  Reisende aus Risikogebieten sollen künftig am Flughafen auf Corona getestet werden.  Am 24. August hat die Bundesregierung eine Reisewarnung für die französischen Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur ausgesprochen.  In  Marseille gilt im ganzen Stadtgebiet Maskenpflicht.

Griechenland  wagt den touristischen Neustart. Die griechische Regierung will der Branche mit einem umfangreichen Geldpaket helfen.  Wer einreisen will,  muss sich aber mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo er vorher war und wo er sich in Griechenland aufhalten wirf. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Die Maskenpflicht  wurde ausgeweitet, sie besteht nicht nur  in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Krankenhäusern, sondern auch in Friseursalons, Fleischmärkten, Bäckereien oder Banken – auch auf Kreta.   Es gibt weitere Einschränkungen auch für die Urlaubsregion der Halbinsel Chalkidiki und die Jetset-Insel Mykonos angeordnet. Untersagt werden Partys, religiöse Feiern und Wochenmärkte.

Großbritannien hat die zweiwöchige Quarantäne für Reisende  gelockert. Seit 10. Juli   müssen sich u.a. Besucher aus Deutschland bei ihrer Ankunft nicht mehr selbst für 14 Tage isolieren.  Diese Regel gelte allerdings nur für England und nicht in Wales, Schottland oder Nordirland, so das Verkehrsministerium.  Ein Formular muss trotzdem vor der Einreise ausgefüllt werden. Seit Mitte Juni gilt in dem Land eine allgemeine Maskenpflicht.  Seit 22. September dürfen die Pubs nur bis 22 Uhr öffnen.

 

Irland öffnete seine Grenzen am 9. Juli für Bürger aus Staaten mit geringen Infektionszahlen.  Noch gilt allerdings auch für sie eine Quarantäne-Regelung.  Innerhalb des Landes sind Reisen grundsätzlich wieder erlaubt, auch auf die Inseln. Es muss aber mit kurzfristig verhängten regionalen Einschränkungen gerechnet werden . In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften und anderen geschlossenen Räumen müssen Masken getragen werden.

Island  kehrt zur Quarantänepflicht zurück.  Reisende können wählen, ob sie sich die ersten 14 Tage in Selbstisolation begeben wollen oder einen Test machen lassen.  Eine fünf- bis sechstägige Quarantäne ist laut FVW für alle Einreisenden verpflichtend.  Inspired by Iceland  hat die Kampagne „Let It Out“ gestartet, die alle einlädt, aufgestauten Frust in die weiten und abgelegenen Landschaften Islands herauszuschreien.  Auf der website https://lookslikeyouneediceland.com können Menschen aus aller Welt in den nächsten zwei Wochen Frustschreie aufnehmen und sie in Islands Natur entlassen. Über riesige Lautsprecher werden die Schreiben an sieben atemberaubenden Orten übertragen. Seit einigen Wochen kommt es im Norden Islands immer wieder zu kräftigen Erdbeben – nun sind auch in der Nähe der Hauptstadt Reykjavik mehrere stärkere Erschütterungen verzeichnet worden.

Italien hat die Grenzen wieder geöffnet, hält aber den Corona-Notstand bis Oktober aufrecht.   In Geschäften, in Zügen oder in anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht. Diskotheken und Strand-Discos wurden Mitte August geschlossen.  Außerdem hat die Regierung angeordnet, dass zwischen 18 und 6 Uhr auf Plätzen und bei Ansammlungen vor Lokalen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.  Südtirol  lockert weiter die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Mund-Nasenschutz müsse man in der italienischen Urlaubsregion nun nur noch tragen, wenn man keinen Ein-Meter-Abstand halten kann, so die Landesverwaltung der Autonomen Provinz Bozen.  Die Abstandsregel von einem Meter gilt im Freien und in geschlossenen Räumen.  Auch Naturbadeteiche, Thermalbäder, Kinderbecken und Hallenbäder sind geöffnet.  Saunen und Dampfbäder dürfen wieder besucht werden.  In Hotels soll es sogenannte Covid-Protected-Areas geben. In diese dürfen nur Besucher, die vorher negativ auf das Virus getestet worden seien. Die Provinz bietet dazu Tests an. In diesen Schutzzonen dürfen sich die Menschen dann zum Beispiel auch wieder an Buffets bedienen.  Sardinien hat am 14. September die Einreiseregeln verschärft. Die Insel verlangt einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein soll.

Kroatien  hat  die Grenzen geöffnet.  Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts in Kroatien registriert. Zur Vermeidung langer Wartezeiten bei einem Grenzübertritt empfiehlt das kroatische Innenministerium, die Kontakt- und Aufenthaltsdaten vorab online zu hinterlegen.Der Fährverkehr zu den Inseln wurde eingeschränkt wieder aufgenommen. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit 13. Juli wieder Maskenpflicht.  Inzwischen gelten auch die bei Urlaubern beliebten kroatischen Adria-Regionen Šibenik-Knin und Split-Dalmatien  sowie der Verwaltungsbezirk  Zadar als Corona-Risikogebiete.

Lettland  und Litauen machen ab 27.  August die Grenzen wieder dicht.

Liechtenstein empfängt seit 15. Juni wieder Gäste.

An den Grenzen zu Luxemburg gibt es weder Grenzkontrollen noch Einreisebeschränkungen.  Maskenpflicht  gilt im öffentlichen Nahverkehr sowie in Hotels und Restaurants.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts messen die Malteser bei der Ankunft die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ein Corona-Test durchgeführt. Der Inselstaat hat am 19. August an  Bars und Nachtclubs wieder geschlossen.

Die Spielbank von Monte-Carlo sowie das Casino Café de Paris haben  wieder ihre Pforten geöffnet. Auch ein großer Teil der Hotels in Monaco empfängt ab sofort wieder Gäste. Das Baden im Meer sowie Strandaufenthalte sind unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern wieder erlaubt. Mit dem „Monaco Safe-Covid-19“-Label soll die Einhaltung von Maßnahmen zum Gesundheitsschutz in öffentlichen und kommerziellen Einrichtungen garantiert werden:  www.gouv.mc 

Seit dem 1. Juni ist die Einreise nach Montenegro  für deutsche Staatsangehörige wieder uneingeschränkt möglich. Eine Quarantäne-Pflicht besteht nicht

Für  Teile der  Niederlande  gilt seit  16. September eine Reisewarnung.  Betroffen sind die Provinz Nordholland mit der niederländischen Hauptstadt Amsterdam sowie das dicht besiedelte Südholland mit dem Regierungssitz Den Haag und der Hafenmetropole Rotterdam.

Norwegen  schickt deutsche Urlauber wieder für zehn Tage in Quarantäne. Für Kreuzfahrten gelten vom 25. August an neue Beschränkungen: Entlang der norwegischen Küste dürfen Schiffe dann mit bis zu 50-prozentiger Passagierauslastung fahren, die Maximalzahl an Personen an Bord liegt dabei bei 200. Anders als in den vergangenen drei Wochen dürfen die Passagiere auch wieder an Land gehen. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum 1. November. Das gilt allerdings nicht für Spitzbergen.

Österreich hat seine  Grenzen wieder geöffnet und lässt ab Mitte Juni die Maske fallen. Die Sperrstunde in der Gastronomie wird zum 15. Juni um zwei Stunden bis 1 Uhr ausgeweitet. Die Regierung plant die Mehrwertsteuer für Gastronomie, Kultur und Medien vorübergehend auf fünf Prozent zu senken. Maskenpflicht besteht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften wie Friseursalons.  In den einzelnen Bundesländern sind die Regeln unterschiedlich.  Für Wien gilt eine Reisewarnung.

Abgetaucht: Die Bregenzer Festspiele wurden abgesagt.  Mit den Festtagen im Festspielhaus von 15. bis 22. August ist das Festspielhaus Bregenz wieder öffentlich zugänglich.

Polen  erlaubt seit 13. Juni wieder die Einreise aus Deutschland.  Nachdem Hotels und Restaurants schon im Mai für inländische Gäste wieder öffneten, folgten Anfang Juni auch Kinos, Theater und Konzerthäuser – bei reduziertem Platzangebot. Auch Open-Air-Veranstaltungen mit maximal 150 Teilnehmenden sind wieder erlaubt. Schwimmhallen, Fitness- und Massagestudios sowie medizinische Rehabilitationseinrichtungen dürfen ebenfalls mit Auflagen betrieben werden. Auch immer mehr Museen werden wieder geöffnet. Maskenpflicht gilt im öffentlichen Nahverkehr und – wenn ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann – in öffentlichen Räumen. Trotzdem steigt die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft an.

In Portugal  sind die Infektionszahlen relativ gering Lokal,  jedoch flammt die Pandemie auch hier immer mal wieder auf.  Bei der Einreise wird die Temperatur gemessen, im Verdachtsfall werden die Reisenden befragt. Madeira  lässt seit 1. Juli wieder Touristen ins Land und plant nach einem Artikel des britischen Fachportals „Travelmole“ einen kostenlosen Corona-Test bei der Ankunft. Alternativ sollen Touristen einen Negativ-Test vorweisen, der bei Einreise höchstens 72 Stunden alt sein darf. Maskenpflicht gilt hier  seit Ende Juli auch im Freien.

In Rumänien steigen die Infektionszahlen wieder an. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Hauptstadt Bukarest, in das bei Touristen beliebte siebenbürgische Brasov (Kronstadt) sowie in 14 weitere von insgesamt 41 Verwaltungsbezirken Rumäniens. Quarantänepflicht gibt es derzeit nicht. In geschlossenen öffentlichen Räumen gilt Maskenpflicht

Die Schweden haben trotz insgesamt sinkender Todes- und Infektionszahlen noch vergleichsweise hohe Corona-Werte zu verkraften.  Auch deshalb dürfen sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie gewohnt. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen –  auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Die deutsche Reisewarnung wurde inzwischen aufgehoben.

Die  Schweiz  hat die Grenzen geöffnet.  Auch die Panoramazüge dürfen wieder fahren.  Der Einbruch im Tourismus hat in der Schweiz Milliardenverluste verursacht.  Schweiz Tourismus hat inzwischen Kampagnen mit Rabatten, Gratis-Zusatzleistungen und das Label „Clean & Save“ gestartet.  Es soll Gästen signalisieren, das Schweizer Hoteliers, Gaststätten, Bergbahnen und andere touristische Betriebe ein Hygiene-Sicherheitskonzept umsetzen, das ein Infektionsrisiko auf das Minimum beschränkt.  Ein Mund-Nasen-Schutz ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und Seilbahnen vorgeschrieben. Mittlerweile werden Masken auch in Geschäften empfohlen. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Kantone Genf, Waadt (Vaud) und Freiburg (Fribourg) wird aufgrund hoher Infektionszahlen  gewarnt.

Einreisen in die Slowakei sind seit 15.  Juni ohne Einschränkungen möglich. Im öffentlichen Verkehr und in Geschäften besteht Maskenpflicht.

Slowenien  hat die Grenzen für EU-Bürger geöffnet. In geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden

Spanien  hat den Ausnahmezustand aufgehoben, den Bann internationaler Megaliner  aber auf unbestimmte Zeit verlängert. Die drei Hotelzüge und Luxuszüge in Nordspanien und im Kantabrischen Gebirge wurden abgesagt.  Wer nach Spanien will, muss  ein Online-Formular ausfüllen und erhält dann einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Bei der Einreise wird auch die Körpertemperatur gemessen. Im ganzen Land gilt Maskenpflicht auch im Freien.  Ende Juli wurde eine Reisewarnung für Aragon, Katalonien und Navarra verhängt, sie gilt seit 12. August auch für Madrid und das Baskenland sowie für die BalearenMallorca hat angekündigt,  nachts Parks und Strände zu schließen.  Am 2. September hat die Bundesrepublik auch die Kanaren zum Risikogebiet erklärt.  Damit ist ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft .

Seit 17. Juli gilt wieder in Tschechien eine verschärfte Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln.  Neben Prag gilt eine Reisewarnung für fast das ganze Land.

Seit 4. August sind die wichtigsten Reiseziele in der Türkei für Urlauber an der türkischen Küste von Izmir bis Antalya sind wieder ohne offizielle Warnung zu bereisen. Seit 9. September gilt im ganzen Land Maskenpflicht. 

Ungarn  schließt ab 1.  September wieder die Grenzen für ausländische Touristen.  In öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Geschäften gilt eine Maskenpflicht – auch an den Stränden. Für die Hauptstadt Budapest gilt eine Reisewarnung. 

Zypern  verlangt eine Online-Registrierung vor der Einreise. Besucher müssen sich vor dem Abflug online registrieren und einen Fragebogen ausfüllen, um einen „Cyprus Flight Pass“ zu erhalten. Das Dokument müsse ausgedruckt mitgeführt werden, so das Auswärtige Amt. Ältere Reisende dürften den Fragebogen auch per Hand ausfüllen.  Wird ein Mensch positiv getestet, muss er 14 Tage lang in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels. Die Kosten übernimmt Zypern.  Maskenpflicht gilt für alle öffentlichen Verkehrsmittel und Krankenhäuser.

Ziele Außerhalb Europas

Der Tourismus befindet sich weltweit in einer historischen Krise.  Die Welttourismusorganisation UNWTO sieht wegen Corona 100 bis 120 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr.  Für 2020 rechnet sie mit 850 Millionen  bis 1,1 Milliarden weniger internationalen Touristenankünften. Für die globale Tourismusbranche könnte das finanzielle Einbußen von circa 750 Milliarden Euro bis zu einer Billion Euro bedeuten.

Der Louvre Abu Dhabi ist seit 24.  Juni wieder geöffnet ebenso die historische Festung Qasr Al Hosn sowie die Cultural Foundation mit aktuellen Ausstellungen.  Wiedereröffnet sind auch die Außenbereiche der Oase Al Ain, das Qasr Al Muwaiji, das Al Jahili Fort und das Al Ain Palace Museum.  Seit Ende Juli sind auch die Ferrari World Abu Dhabi, die Warner Bros. World Abu Dhabi und der Action-Park Clymb Abu Dhabi  wieder für Besucher geöffnet.

Ägypten will  im Oktober wieder Nilkreuzfahrten anbieten.  Der Zugang zu Tempelanlagen soll streng geregelt werden.

Afrikas Nationalparks leiden unter dem Ausbleiben von Touristen.  „Der Öko-Tourismus ist für den langfristigen Artenschutz gefährdeter Tiere enorm wichtig“,  betont die African Conservation Foundation. Wegen der Coronakrise  hat die Wilderei  in den Schutzgebieten von Kenia, Ruanda oder Südafrika zugenommen. Im Bwindi-Regenwald, einem Nationalpark im Südwesten Ugandas, wurde gerade ein Berggorilla getötet.

Aruba  wurde wieder zum Risikogebiet erklärt.  Die Reisenden müssen einen neu gestalteten Ein- und Ausreiseprozess durchlaufen.  www.aruba.com 

Es werde noch einige Monate dauern, bis Australien Ausländern wieder die Einreise erlaube, so Premierminister Scott Morisson.  Bis mindestens 17. Dezember bleiben die Grenzen geschlossen.

Unter Auflagen ist Urlaub auf den Bahamas wieder möglich.

Barbados  wird am Ende Oktober zweimal wöchentlich von Lufthansa angeflogen. Für die Einreise ist ein aktueller, negativer Coronavirus-Test Pflicht. Die Insel gilt nicht mehr als Risikogebiet . 

Costa Rica  bereitet die Öffnung seiner Grenzen und Flughäfen ab dem 1. August vor. Einreisen dürfen nur Touristen aus Ländern mit niedrigen Corona-Zahlen, dazu gehören auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bis August soll das öffentliche Leben, inklusive Hotels, Stränden und Restaurants, stufenweise aufgenommen werden. Nur große Hotels sollen bis November geschlossen bleiben.

Curacao öffnet die Grenzen für den internationalen Tourismus.  Urlauber müssen beim Grenzübertritt nach Curaçao  die digitale Einreisekarte ausfüllen und innerhalb von 48 Stunden vor Ankunft eine Passenger Locator Card. Zudem ist ein aktueller, negativer Covid-19-Test Pflicht

Die Dominikanische Republik hat Hotels  und Strände wieder für Besucher zugänglich gemacht. Es gelten allerdings Kapazitätsbeschränkungen und Hygieneauflagen. Mit  www.drtravelcenter.com  wurde eine neue Plattform ins Leben gerufen, die aktuelle Informationen zum Thema Covid-19 für Reisende bereitstellt. In englischer Sprache werden die häufigsten Fragen besorgter Reisenden beantwortet.  Ab Ende September werden bei der Ankunft im Land stichprobenartige Schnelltests durchgeführt, dann entfällt die bis dahin geltende Anforderung eines negativen COVID-19-Tests vor dem Besuch. Das Tragen von Masken und soziale Distanzierung sind obligatorisch. Ab Ende September wird allen Hotelbesuchern ein befristeter Reisehilfeplan gewährt, der Notfallversorgung, medizinische Telefonberatung, Unterbringung sowie Flugumbuchungskosten im Falle einer COVID-19-Infektion umfasst. Diese Versicherung wird Besuchern bis Dezember 2020 kostenlos zur Verfügung gestellt und zu 100% vom dominikanischen Staat übernommen. Eine   „Labor Sanitary Bubble“ (eigene Krankenstation), wird in jedem Hotel eingeführt, um positive Fälle schnellstmöglich behandeln zu können. Die Bereiche sind mit ausgebildetem Fachpersonal ausgestattet und mit nahe gelegenen Laboratorien verbunden, die den Infektionsfällen von Touristen Priorität einräumen. Es wird Schnelltests für Familienmitglieder und Begleiter von möglicherweise Infizierten, Räume für präventive Quarantäne und Erholung geben.

Nach über drei Monaten Shutdown will Dubai vom 7. Juli an wieder Besucher aus dem Ausland ins Land lassen. Das Emirat vergibt ab sofort ein  Zertifikat für Corona-Sicherheit an Betriebe.  Der „Dubai Assured Stamp“ gilt für Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten und weitere Unternehmen, die sich kostenlos prüfen lassen können. Das neue Siegel ist immer nur zwei Wochen gültig und stellt sicher, dass ein Betrieb die Sicherheitsrichtlinien der Regierung in Sachen Covid-19 einhält.

Die Galapagos-Inseln sind seit 1. Juli wieder für den Tourismus geöffnet.  Die Quarantäne für Touristen entfällt unter folgenden Auflagen: Vorlage eines negativen COVID-19-PCR-Tests (gültig für 96 Stunden) – Registrierung des vollständigen Reiseplans für die Inseln über einen lokalen Reiseanbieter beim Tourismusministerium –
Galapagos-Transitkontrollkarte (Online-Registrierung bis 24 Stunden vor Abflug) –
Digitale Bordkarte sowie Gesundheits- und Temperaturkontrolle am Flughafen.

Indonesien will bis Ende des Jahres keine Touristen ins Land lassen.   Das gilt auch für die Urlaubsinsel Bali.

Der Iran hat ein Einreiseverbot für ausländische Touristen erlassen.

Israel hat am 14.  September einen neuen Lockdown verkündet.

Jordanien  öffnet sich für Besucher aus 22 Ländern, darunter auch Deutschland. Zu den Bedingungen für eine Einreise  gehören ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, und ein erneuter Test bei  der Ankunft. Zudem muss vorab ein elektronisches Formular ausgefüllt werden. Auch das Installieren einer Tracing-App ist Pflicht.

Kanada verlängert die Grenzschließungen für „non-essential travel“  bis 30. September.

Kuba will ab 1. Juli wieder ausländische Touristen ins Land lassen,  zunächst allerdings nur auf die vorgelagerten Inseln.  Das Land gilt nicht mehr als Risikogebiet. 

Ab Mitte Juli dürfen auch deutsche Urlauber wieder auf die Malediven.  Allerdings verlangen die Malediven ab 4. September einen Corona-Test.

Malaysia lässt 2020 keine Touristen mehr einreisen.

Marokko öffnet die Grenzen für Geschäftsreisende und Touristen. Bei der Einreise werden sowohl ein negativer PCR-Test als auch ein Antikörpertest verlangt. Derzeit wird das Land vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. Entsprechend gilt auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

In Mexiko ist die Zahl der offiziell registrierten Infektionen mit dem  Coronavirus auf mehr als 200 000 und die der Todesopfer auf mehr als 25 000 gestiegen.

Namibia öffnet sich wieder für Touristen.  Voraussetzung ist, dass die Unterkünfte vorab gebucht sind und ein höchsten 72 Stunden alter negativer Covid-19-Test vorgelegt werden kann.  Am fünften Tag des Aufenthalts  ist ein erneuter Covid-19-Test Pflicht. 

Ab 17. Oktober können ausländische Kletterer den Mount Everest und andere Berge  in Nepal wieder besteigen.  Voraussetzung für Touren rund um den Mount Everest ist ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist Der Bergtourismus spült jährlich rund 250 Millionen Euro in die Kassen des Himalaya-Staats.

Vom 15. Juni an dürfen auch internationale Urlauber wieder nach Jamaika reisen. Dabei gelten strenge Hygiene-Regeln. So muss jeder Reisende am Flughafen einen Temperatur-Scanner passieren, um erhöhte Körpertemperatur und somit mögliche Krankheitssymptome auszuschließen.

Sril Lanka gilt nicht mehr als Risikogebiet. 

Südafrika will zum 1. Oktober wieder den Luftraum für internationale Flüge öffnen. Flugreisende müssen einen negativen Coronatest nachweisen, der vor Abflug nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ansonsten droht Quarantäne auf eigene Kosten.

Thailand will den Corona-Notstand noch um einen Monat verlängern.  Phuket wirbt trotzdem um Touristen.  Vom 1. Oktober an sollen Langzeiturlauber einreisen dürfen, die mindestens drei Monate auf der Ferieninsel bleiben wollen und bereit sind, sich der geforderten 14-tägigen Quarantäne zu unterziehen, so Reisevor9.

Am 27. Juni öffnet Tunesien wieder seine Grenzen. Die Regeln bei der Einreise sehen auch einen Corona-Test im Heimatland vor. Vom 26. August  an gilt für deutsche Tunesien-Reisende eine verpflichtende Heimquarantäne

Schönes zum Schluss

Das irische Galway hatte sich mit viel Kunst und tollen Events auf das Kulturhauptstadtjahr vorbereitet. Nun kommt niemand. Und selbst der St. Patrick’s Day musste ohne die traditionellen Paraden und Feiern auskommen. Der finnische Illumationsküslter Kari Kola hatte zu diesem Anlass   „Savage Beauty” konzipiert.  Ein Licht-und Farb-Spektakel, das  die  Connemara Mountains in irisierende Farben taucht.  Galway 2020 macht das „Savage Beauty Artwork“ nun auf digitalem Weg zugänglich:  https://galway2020.ie/en/news/special-digital-edition-of-savage-beauty/

Magische Impressionen liefert Kari Kola mit seiner Licht-Kunst Savage Beauty. Bild (c) Cormac MacMahon

Wien wirbt im Walzertakt. Im neuen Werbe-Video von Wien Tourismus  tanzt Schloss Schönbrunn durch die Luft,  um den Steffle kreist  ein Kettenkarussell und die Tänzer gleiten im Walzertakt in neue Kostüme. Luftig-leichte Illusionen für den Tourismus in schweren Zeiten: https://vimeo.com/channels/staffpicks/417000220  

Hoffnung auf eine Wiederbelebung

Die Initiative rebuilding. travel  versammelt  führende Köpfe der internationalen Tourismusbranche,  um über die Zeit nach Corona nachzudenken. Es geht darum, praktikable Lösungen für die Wiederbelebung der Reise- und Tourismusbranche für „danach“ zu finden, wann immer das sein wird.

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