Es ist kalt in Erlangen, bitterkalt. Doch oben auf einem Kamin mitten in der Stadt hat ein Storch schon sein Quartier bezogen und klappert einsam vor sich hin. Und auf dem einladenden Markt am Schlossplatz schieben sich die Menschen durch die Verkaufsstände. Es ist ganz schön was los in dem Städtchen, das mit rund 123.000...
Chemnitz macht sich sichtbar
Chemnitz rüstet sich fürs Kulturhauptstadtjahr 2025. Schon jetzt ist im Staatlichen Archäologischen Museum, smac, die Sonderausstellung „Silberglanz und Kumpeltod“ zu sehen, ein Leitmotiv fürs Kulturhauptstadtjahr, das auch die Bergwerkstädte im Erzgebirge mit einbezieht. Und hier, so heißt es, kommt alles vom Bergbau her. Entsprechend stolz waren die Menschen, die unter Tage für den Reichtum der Region sorgten. Der Purple Path, ein Skulpturenweg, der ihre Geschichten erzählt, verbindet die 38 Gemeinden. Es gibt also viel zu sehen im Kulturhauptstadtjahr. Chemnitz lädt dazu ein, das bisher Ungesehene zu sehen: C the unseen.
Kluftingers Allgäu
„Lückenbüßer“ heißt der neue, 13. Krimi um den kauzigen Kommissar Kluftinger, der im Allgäu ermittelt. Die beiden Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr stellten das Buch vor Ort vor und luden in Altusried zum Kässpatzenessen. Ich war dabei und habe nebenbei noch eine Reise auf Kluftingers Spuren im Allgäu gemacht. Das lohnt sich. Die Allgäu GmbH hat für Klufti-Fans eine Panoramakarte „Mörderisch spannendes Allgäu“ aufgelegt, auf der nicht nur Infos zu den Büchern zu finden sind, sondern auch touristische Tipps. Und dann eröffnet in Memmingen eine Wanderausstellung unter dem Titel „Kluftingers Geheimnis“. Ein Grund mehr, dem Allgäu einen Besuch abzustatten.
Kastilien: Land der Störche
Kastilien Leon gilt als das Herz Spaniens. Die Hauptstadt Madrid hat den Dörfern auf dem Land viele Menschen entzogen. Im Sommer kehren aber die meisten zurück in die Häuser ihrer Kindheit. Und für Touristen gibt es ganz besondere Veranstaltungen wie die Konzerte bei Kerzenlicht im mittelalterlichen Pedraza, zu denen Musiker aus ganz Europa kommen. Wer hier unterwegs ist, kann eine kleine Zeitreise machen.
Kykladen-Potpourri
In einer Minigruppe unterwegs auf den Kykladen:, zwei Paare, drei Singles, zwei Frauen und ein Mann. Alter zwischen 35 und 75. Alle aus Süddeutschland. Dazu Patricia, blond, schmal und quirlig. Sie ist Deutsch-Griechin, verheiratet mit einem Griechen, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und kennt sich in der Antike genauso aus wie in der griechischen Gegenwart. Inselhopping mit Mehrwert zwischen Athen und Santorin.
Galicien: Land der Legenden
Spanien mal ganz ohne Strände. Galicien ist das „grüne Spanien“ mit Wäldern, Wiesen und Weinbergen. Und in der Ribeira Sacra, an den heiligen Ufern des Rio Sil und des Rio Miño finden sich noch so viele Klöster aus uralter Zeit wie selten. Wer hier unterwegs ist, kann so manche architektonischen Schätze entdecken und so mancher Legende auf den Grund gehen. Dass das kulturelle Erbe nicht verloren geht, dafür sorgen auch engagierte Menschen, Künstler, Kunsthandwerker, Guides. Manchmal braucht man auch einen Türöffner wie Beatrice Pareira. Eine Reise durch ein Land wie aus einer anderen Zeit.
Im Netz der Fugger
Die Europäische Fuggerstraße lädt Reisende dazu ein, auf den Spuren der Augsburger Fugger in die Europäische Geschichte einzutauchen. Das geht in Österreich, in Südtirol und in Spanien aber auch in Polen und in der Slowakei. Eine Reise von Breslau über Krakau, Banska Bystrica und Bratislava ermöglicht viele interessante Eindrücke und macht deutlich, wie weitläufig das Netz war, das die Fugger über Europa gespannt hatten – auch mit Hilfe angeheirateter Verwandtschaft.
Zwischen Grotto und Botta
Mario Botta hat in seiner Heimat Tessin viele spektakuläre Bauten hingestellt, unter anderen die Felsenblume auf dem Monte Generoso. Sein Casino für die italienische Exklave Campione ist dagegen eher monströs. Was für ein Gegensatz zu dem malerischen Grotto Morchino, in dem Hermann Hesse zu Gast war und das er in seiner Novelle Klingsohrs letzter Sommer auch erwähnt. Nicht nur weil hier in schönster Landschaft regionale Spezialitäten auf den Tisch kommen, ist so eine Reise rund um Lugano ein Genuss für Leib und Seele.
Tourismus mit Zukunft
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Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung verleiht seine TO DO Awards für sozialverantwortlichen Tourismus und für Human Rights in Tourism auf der ITB. Die Preisträger stehen fest. Der Award für sozialverträglichen Tourismus geht nach Indien und nach Ecuador in Projekte, die für Teilhabe und Mitbestimmung der örtlichen Bevölkerung stehen. Mit dem Human Rights Award wird Michael Kajubi ausgezeichnet, der im Queer-feindlichen Uganda Arbeitsmöglichkeiten und Schutzräume für queere Menschen geschaffen hat und mit dem von ihm gegründeten Reiseveranstalter auch Menschen aus der LGBTQIA+-Community dazu einlädt, das Land zu besuchen.