2012 würde Sisi ihren 175. Geburtstag feiern können. Das Schicksal der schönen österreichischen Kaiserin, die 1898 durch die Hände des italienischen Anarchisten Luigi Lucheni starb, bewegt bis heute die Menschen.
Otto Dix in Gera
„Entweder ich werde berühmt oder berüchtigt“, schrieb Otto Dix einmal. Er wurde beides. Und er hatte – wie Bert Brecht in Augsburg – Zeit seines Lebens ein gespaltenes Verhältnis zu seiner Vaterstadt Gera. Der Jahrhundertmaler war ein Unangepasster und er blieb ein Suchender – auch in der Kunst. Den Nazis waren seine gesellschaftskritischen Bilder im Stil der Neuen Sachlichkeit ein Dorn im Auge, den Kommunisten blieb er suspekt, der Kunstkritik hatte der späte Dix nichts mehr zu sagen.
Die Welt und alles, was in ihr ist: Die besten National-Geographic-Reportagen
National-Geographic-Reportagen sind eine Klasse für sich. Das Buch „Das Fenster zur Welt“ versammelt 15 der besten, die genau das tun, was Alexander Graham Bell, der Gründer der National Geographic Society sich wünschte: Sie berichten aus eigener Anschauung „über die Welt und alles, was in ihr ist“. Dank ihrer Arbeit können die Leser im Lehnstuhl zu Reisen aufbrechen, die ihren Horizont erweitern.
Ein Mann auf der Reise zu sich selbst: Paulo Coelhos „Aleph“
Wer würde nicht gerne einmal in die Vergangenheit reisen, weit zurück über die Jahrhunderte, auch wenn er da Dingen begegnen würde, die weh tun? Doch dazu muss man wohl Paulo Coelho heißen und einen heißen Draht zum Aleph haben, jenem Punkt, an dem Zeit und Raum zusammenfließen. Davon jedenfalls handelt das neueste Werke des brasilianischen Bestseller-Autors, der ganz offensichtlich die Welt von seiner Mission überzeugen will.
Strasserwirt
Von außen wirkt das Haus anheimelnd, ein behäbiger Bau mit Lüftlmalerei. Der „Herrenansitz“ im Osttiroler Örtchen Strassen war Pilgerherberge und Poststation. 400 Jahre hat das Stammhaus auf dem Buckel, die Grundmauern sind noch viel älter. Zusammen mit einem architektonisch geglückten Anbau steht es heute für moderne Hotellerie mit einem Gespür für Tradition.
Im Ausnahmezustand: Anne Enrights „Anatomie einer Affäre“
Ein Mann und eine Frau lieben sich, aber, weil sie nicht verheiratet
sind, bringt die Affäre ihr Leben aus dem Gleichgewicht. Das ist, kurz
gesagt, der Inhalt von Anne Enrights Roman „Anatomie einer Affäre“. Doch
das Buch ist natürlich viel komplizierter, auch weil es vor dem
Hintergrund der irischen Immobilienblase spielt. Und die Autorin
seziert, wie der Titel verspricht, diese Liebe, zerlegt sie in alle
Einzelheiten und zwingt die Leser, genau hinzusehen.
Erschütterte Existenz: Peter Hennings „Leichtes Beben“
Kurzgeschichten sind eine Kunstform, die nur wenige beherrschen. Jetzt
hat sich Peter Henning („Die Ängstlichen“) darin versucht und mit
„Leichtes Beben“ ein Buch vorgelegt, das die einzelnen Episoden zu einem
zeit- und gesellschaftskritischen Mosaik zusammenfügt. Den Rahmen
bildet das „leichte Beben“, das vor einem Jahr den Raum Freiburg
heimsuchte.
Endzeitbücher
Endzeitstimmung. Seit 9/11 hat sich die Welt gründlich verändert. Katastrophen und Terror verunsichern die Menschen ebenso wie die Angst vor Inflation und Arbeitsplatzverlust. Ein Euro-Rettungsschirm genügt da längst nicht mehr. Jugendbücher sind ein Spiegel der aktuellen Stimmungslage, sie greifen unterschwellige Ängste auf. Endzeitromane malen eine schwarze Zukunft und lehren das Fürchten.
Weihnachten: Lektüre zum Verschenken
Weihnachten naht, Geschenke-Zeit. Hoch-Zeit für Bücher. Wer gerne reist, liest auch gerne über Reisen. Doch die Auswahl ist riesig. Bildbände, Reisebücher, Kochbücher, Belletristik, ja sogar Kalender – sie alle beschäftigen sich mit den schönen Seiten des Reisens, mal in Hochglanz, mal im Taschenbuchformat, mal kritisch, mal zum Träumen. Aber welches Buch für welchen Typ? Lassen Sie sich von unserer kleinen Auswahl inspirieren.
Wohin in Ägypten?
Der arabische Frühling hat in Ägypten große Hoffnungen geweckt, den Tourismus aber empfindlich getroffen. Auch die Wahlen ändern daran nichts. Immer wieder neu aufflammende Demonstrationen halten viele Touristen davon ab, eine Reise nach Ägypten zu buchen. Doch wer jetzt nach Ägypten reist, hat die Chance, die Sehenswürdigkeiten am Nil und die Tempel von Abu Simbel ohne störende Menschenmassen bewundern zu können. Auch die Bade- und Tauchziele am Roten Meer sind nicht überfüllt. Was Kairo und die Pyramiden angeht, sollte man sich vorher gründlich informieren.