Kleinwalsertal: Sonnenbad und Pistenglück

Das haben wir gut hingekriegt: Eine Woche blauer Himmel und Sonnenschein im Kleinwalsertal, (fast) leere Pisten und grandiose Aussichten auf schneeweiße Gipfel. Frühlingsskifahren vom Feinsten für Groß und Klein!

Mit dem Schneemobil zum Kinderskikurs.

Leana,  unser Skizwerg, musste mit dem wenigsten Schnee auskommen. Der Jedermann-Lift in Mittelberg hatte wegen Schneemangels schon geschlossen. Und die erste Fahrt mit dem Schneemobil auf dem Restschnee blieb für uns auch die Letzte. Denn man konnte fast zuschauen, wie der Schnee dahinschmolz. Der Andrang an der Skischule hielt sich denn auch in Grenzen.

Vier Skizwerge für Linda

Gerade mal vier Skizwerge hatte die nette holländische Skilehrerin Linda zu betreuen. Neben Leana wollten noch Luca, Ida und Jul lernen, auf den rutschigen Brettern ein Hügelchen hinunter zu fahren.

… und mit Goldmedaille

Leana mit Kochmütze…

Die ersten Versuche hatte Leana schon hinter sich. Deshalb hatte sie auch wenig Probleme mit den Skiern und durfte am Ende des Kurses und einem Sekunden-Rennen die Goldmedaille umhängen.
Mindestens genauso wichtig war ihr aber auch das Programm im Rosenhof, wo Jana die ihr anvertrauten Kinder bei Laune hielt. Da wurde gekocht und gebastelt, was das Zeug hielt. Langweilig wurde es unserer Kleinen nie.

Zwei Wasserratten im Freiluft-Pool.

Nur zum nachmittäglichen Schwimmen mit dem Papa im  Freiluft-Pool ließ sie sich von der Kindergruppe weglotsen. Und das abendliche Ritual, bei dem die „Rosenhof-Kinder“ singend durch die Gaststube zogen, war ihr ganz wichtig ebenso wie die anschließende Märchenstunde. An dem Abend, an dem die Gastgeber eine Geschichte vom Zwerg Bartli, dem Maskottchen des Hotels, erzählten, klebte sie förmlich an den Lippen von Gerd Hugger.

Der Rosenhof in Mitteltal ist das Zuhause von Zwerg Bartli

Mama Mia aus Java hat derweil mit der blonden Holländerin Chanelle ihre Skikenntnisse aufgefrischt. Nur das ewige Aufsteigen nervte sie, und deshalb war sie froh, als es am dritten Tag an den nächsten Schlepplift, den Mooslift, ging. Doch auch da schmolz der Schnee schnell dahin. Was also tun? Am besten hoch hinauf im Kleinwalsertal, dahin, wo noch kein Gras durch die Schneedecke spitzelt und die Pisten flach gewalzt sind. Ein bisschen Überredung war schon nötig, denn so hoch oben in den Bergen war Mia noch nie.

Flo und Mia am Einstieg zur blauen Piste an der Kanzelwand.

Zuerst ein ungläubiges Staunen, ein Selfie mit Ausblick von der Bergstation der Kanzelwand. Und dann schnallte sie die Ski an und fuhr einfach drauflos. Hinein in die blaue Piste der Zwerenalpbahn und unverzagt mit Pflugbogen hinunter zur Liftstation. Wie gut, dass kaum andere Skifahrer unterwegs waren! „Da fährt koa Sau,“ kommentierte staunend ein Schwabe im Sessellift. Tatsächlich hatten wir die blaue Piste (fast) für uns allein. Was für ein Privileg. Mia genoss es ausgiebig zwei Tage lang. Nächstes Jahr will sie die rote Piste unter die Skier nehmen oder auch am Ifen ihre Bögen ziehen. Aber zuvor vielleicht doch noch einen Skikurs machen – im Kleinwalsertal natürlich. Vielleicht ist ja Chanelle aus Holland wieder da.

Grandioser Ausblick, tolle Pisten: Walmendinger Horn

Papa Flo fand das Walmendinger Horn ganz hinten im Tal am schönsten. Kein Anstehen und leere Pisten. So etwas kannte er kaum mehr. Da hatte er endlich Gelegenheit, sich mal so richtig auszufahren.  Enge Schwünge zu probieren oder weite Carving-Bögen und zwischendurch auch die schwarze Abfahrt. Aber als Vater musste er sich natürlich auch ums Töchterchen kümmern, und so reichte es oft nur für einen halben Skitag, wenn nicht der Opa einsprang. Die Kanzelwand-Talfahrt war am Vormittag noch am besten, am Nachmittag wurde es in der unteren Hälfte schon recht sulzig. Aber immer noch besser als mit der Gondel abzufahren…

Anfangs war Claus noch skeptisch, aber dann hat ihn der Ski-Virus gepackt.

Claus wollte zuerst eigentlich gar nicht Skifahren, sondern sich um die beiden Ski-Anfänger kümmern. Aber dann hat es ihn doch gepackt. Am Walmendinger Horn hat er zwar nach ein paar Abfahrten noch eine Auszeit auf der Sonnenterrasse genommen. Aber am Ifen sind wir dann gemeinsam die roten und blauen Pisten abgefahren und haben uns im  Bergrestaurant Hahnenköpfle für die Talabfahrt gestärkt und mit Augustin Kröll von den Bergbahnen Oberstdorf über die Zukunftspläne am Ifen diskutiert. Schon nach Ostern sollen Sessellift und Hütte abgerissen und durch eine Gondelbahn und eine moderne Bergstation ersetzt werden. Bei der Abfahrt habe ich noch einen Blick zurückgeworfen.

So wird es am Ifen bald nicht mehr aussehen. Hütte und Sessellift werden abgerissen und ersetzt.

 

Der Ifen verändert sein Gesicht. Auf dem Plakat hat die Zukunft schon begonnen.

Für mich war es ein wunderschöner Skiurlaub, weil alle zufrieden waren. Es ist auch alles zusammen gekommen: Wetterglück, ein gastfreundliches Hotel mit familiärer Atmosphäre, die große Freiheit auf den Pisten im Kleinwalsertal und entspannende Nachmittag am Freiluft-Pool und in der Sauna. Was will man mehr?

Beim  Mega-Abschiedsfondue im Rosenhof wären noch ein paar Esser mehr satt geworden.

Zum Abschied gab‘s für die Erwachsenen dann noch ein Mega-Fleischfondue. Und natürlich hat Leana noch eine Zwerg-Bartli-Erinnerung mit nach Hause genommen.

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