Anreisen: Entweder über die Brennerautobahn und dann durchs lange Pustertal. Oder über die Tauernautobahn samt Felbertauerntunnel nach Lienz und weiter ins Pustertal.
Übernachten: Natürlich gibt es sowohl auf der österreichischen als auch auf der Südtiroler Seite jede Menge Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel. Besonders schön und traditionell wohnt man im Strasserwirt in Strassen, einem Haus mit Haubenküche. ÜF im DZ ab 60 Euro, Genießer-Kulinarium mit Nachmittagsjause und Haubenmenü ab 72 Euro, jeweils ab drei Nächten: www.strasserwirt.com
Neu umgebaut präsentiert sich in Bad Moos direkt am Lift das Sport- und Kurhotel Bad Moos mit eigener Quelle und ausgezeichneter Küche. HP im DZ pro Person ab 128 Euro, bei einem Mindestaufenthalt von vier Nächten: www.badmoos.it/de
Hochpustertal: Die Zukunft ist grenzenlos
Touristisch hat alles schon vor 140 Jahren begonnen, damals, als die Südbahnlinie Wien mit Triest verband und durchs Pustertal noch keine Grenze verlief. Die kam später, nach dem ersten Weltkrieg, als Südtirol von Osttirol getrennt wurde. Und in vielen Köpfen besteht sie heute noch, obwohl es schon lange keine Grenzstationen mehr gibt und die Südtiroler Pustertaler mit den Osttiroler Pustertalern in Sachen Tourismus gut zusammenarbeiten.
Held wider Willen: Laura Hillenbrands „Unbeugsam“
Ein Leben wie ein Roman – und doch eine wahre Geschichte. Laura Hillenbrand, die mit ihrem Buch über das Rennpferd „Seabuiscuit“ die Hitlisten stürmte, erzählt in „Unbeugsam“ das Leben des Louis Zamperini vom jungen Tunichtgut über den erfolgreichen Läufer und den Bomberpiloten bis zum traumatisierten Kriegsgefangenen und schließlich zum engagierten Menschenfreund.
Wenn die Welt ins Wanken gerät: Benny Lindelaufs „Unsere Goldene Zukunft“
„In diesem Moment begriff ich, dass es eine Lüge ist, wenn es heißt, dass Leute erwachsen werden. Vielleicht wachsen sie äußerlich bis zur Größe einer Großmutter oder einer Schuldirektorin heran, aber innerlich werden sie nicht viel älter als ich, Müllche oder sogar Ness.“Im Lauf der nächsten Jahre hat Fing noch reichlich Gelegenheit, diese Feststellung zu überprüfen. Denn ganz allmählich gerät ihre Welt, in der Omm Maji, die Schwestern Müllche und Ness auf der einen und Papp und die vier Brüder auf der anderen Seite für Stabilität sorgten, aus den Fugen.
Sie müssen wirklich eine „erzählsüchtige Familie“ gewesen sein, die Köhlmeiers, und Michael Köhlmeier tut in seiner „Märchenwelt“ alles dafür, umuns mit dieser Erzählsucht anzusstecken. Und wir hören ihm zu, je länger desto lieber. Denn Köhlmeier kann erzählen, er schauspielert nicht. Fast beiläufig lädt er die Hörer ein zu einer Reise in die Welt der Märchen, um sie dann raunend zu umgarnen, ihnen Geheimnisse einzuflüstern von Feen und Hexen, bösen Zauberern und schönen Prinzessinnen.
Einladung zur Einkehr: Dinzlers Kaffeerösterei am Irschenberg
Die Fahrt auf der Autobahn A 8 nach Salzburg kann eine Geduldsprobe sein. Wie gut, dass ausgerechnet am Irschenberg seit einem Jahr eine Auszeit lockt: Dinzlers Kaffeerösterei, der neue Firmensitz des gleichnamigen Rosenheimer Kaffeerösters, ist eine echte Konkurrenz zum Nachbarn McDonald und weit mehr als ein Rasthaus.
Champagner getränkte Milieustudie: Louis Begleys „Schmidts Einsicht“
So elegant hat noch selten ein Autor eine Milieustudie angelegt wie Louis Begley, der wohl aus eigener Erfahrung über die New Yorker Upper Class schreibt. „Schmidts Einsicht“ ist der dritte Roman über den erfolgreichen Ex-Anwalt Albert Schmidt, genannt Schmidtie, der inzwischen immerhin das gesegnete Alter von 78 Jahren erreicht hat und der sich, ehe er den eleganten Abgang plant, an dem delektiert, was das Leben – und ein guter (und begüterter) Freund – ihm zu bieten haben.
Träumen in Stuttgart: Der Zauberlehrling
Schon das Viertel ist anders, die Gassen sind enger, die Häuser
schmalbrüstiger, die Geschäfte kleiner als im übrigen Stuttgart. Da
hinein ins Bohnenviertel passt der Zauberlehrling. Denn dies ist ein
Hotel wie kein anderes in der eher behäbig-biederen Landeshauptstadt
Baden-Württembergs. In zwei Häusern und da bis unter die Decke residiert
dieses kleine Privathotel. Wer hier ankommt, darf auf keinen Aufzug
hoffen, dafür aber auch eine Unterkunft, die zum Träumen einlädt:
Mondschau heißen die Zimmer oder 1001 Nacht Suite, Wolke 7 oder
Hermitage. Aber auch Paddington und Titanic.
Reifeprüfung einer Amazone: Marente de Moors „Die niederländische Jungfrau“
Johanna von Orleans lässt grüßen beim Titel von Marente de Moors Roman „Die niederländische Jungfrau“. Auch diese Jungfrau ist eine furchtlose Amazone. Eine, deren Leidenschaft dem Fechten gehört – und bald schon ihrem Lehrmeister, einem adligen deutschen Kriegskrüppel, den mit ihrem Vater, einem holländischen Arzt, ein Geheimnis verbindet.
Nächste Ausfahrt Skigebiet
Auf allen Gipfeln ist schon längst keine Ruhe mehr. Aus den Hütten dröhnt Musik und bald schon wird ein Netz von Hotspots die Berge überziehen. Wlan im Skigebiet, apps auf dem Smartphone, das ist keine Zukunftsmusik. An der Bergstation die Mails checken, im Lift mal eben ein Foto posten, auf der Hütte mit Freunden auf Facebook chatten: Der Skifahrer von heute ist bald nirgends mehr offline. Die Wintersportorte rüsten digital auf. Wozu das alles, fragte die Touristische Runde München. Sind apps und Wlan im Skigebiet digitaler Schnickschnack, Image-Politur oder ein Service für Skifahrer?