Otto Dix kommt nach Mexiko

Ab Juni können Touristen in Mexiko einem deutschen Ausnahmekünstler begegnen, der lange Jahre unterschätzt war und dessen Bedeutung gerade wieder neu definiert wird: Zum Deutschland-Jahr zeigen zwei Museen in Monterrey und Mexiko City die Ausstellung „Otto Dix. Violencia & Pasión“ (Otto Dix. Gewalt und Leidenschaft“ ). Der Maler Otto Dix, in Gera Untermhaus geboren, wäre im Dezember 125 Jahre alt geworden. Spuren hat er auch am Bodensee hinterlassen.

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Ein Bild und seine Spuren: Der Maler Otto Dix am Bodensee

Ein Landschaftsbild, ein bekannter Maler und eine Spurensuche. Die „Landschaft am Hohentwiel“ hat mich auf Otto Dix aufmerksam gemacht. Dass er auch ganz anders malen konnte, habe ich erst später erfahren. Dix war ein genialer Künstler, der alles konnte und der sich allfälligen Trends verweigerte. Nahe kommen kann man dem Maler, der mit seinen Bildern aus dem ersten Weltkrieg derzeit Aufmerksamkeit errregt, in Hemmenhofen am Bodensee. Dort überstand der bei den Nazis in Ungnade gefallene Kunstprofessor nicht nur das Dritte Reich. Er lebte hier auch bis zu seinem Tod.

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Otto Dix in Gera

„Entweder ich werde berühmt oder berüchtigt“, schrieb Otto Dix einmal. Er wurde beides. Und er hatte – wie Bert Brecht in Augsburg – Zeit seines Lebens ein gespaltenes Verhältnis zu seiner Vaterstadt Gera. Der Jahrhundertmaler war ein Unangepasster und er blieb ein Suchender – auch in der Kunst. Den Nazis waren seine gesellschaftskritischen Bilder im Stil der Neuen Sachlichkeit ein Dorn im Auge, den Kommunisten blieb er suspekt, der Kunstkritik hatte der späte Dix nichts mehr zu sagen.

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