Bungee-Sprung ins Elend überschrieb die Zeit einen Artikel über Slumtourismus. Die Touristische Runde widmete sich dem Phänomen, das in den letzten Jahren immer mehr Zulauf bekommt. Was tun wir da? Menschen betrachten wie Zootiere? Uns darüber informieren, wie wenig der Mensch zum (Über)Leben braucht? Uns beweisen, wie gut es uns geht? Den Menschen zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben? Es sind vielerlei Gründe, die Touristen dazu bewegen, in die Zentren der Armut zu gehen: Neugierde, Mitleid, Interesse. Und es sind vielerlei Gründe, die Veranstalter dazu bringen, solche Touren anzubieten: Um das eigene soziale Engagement vor Augen zu führen, um die Menschen zu sensibilisieren für ein Leben jenseits unseres Zivilisationshorizonts, um den Ärmsten der Armen Gelegenheit zu geben, ein bisschen Geld dazu zu verdienen.

"Slumtourismus: Randphänomen, Ablasshandel oder Entwicklungshilfe" vollständig lesen


Früher, da war alles anders. Oder doch nicht? In der Zeit des Wiederaufbaus war das Geld knapp aber die Lust am Reisen schon da. So reiste man eben zu Verwandten und Bekannten. Die bezogen die Ausziehcouch oder pumpten die Luftmatratze für die Gäste auf. Das alles kommt wieder. Nur, dass jetzt Fremde auf der Couch liegen oder auf der Luftmatratze, dass Unbekannte morgens beim Frühstück mit am Küchentisch oder im Speisezimmer sitzen.
Das Internet macht’s möglich. Couchsurfing ist im Trend, nicht nur bei jungen Leuten. Airbnb ist längst über die Luftmatratze hinaus gewachsen und bietet nicht nur Privatzimmer, sondern ganze Wohnungen. Das tut auch Wimdu - mit wachsendem Erfolg. Und neben diesem Trend zum Urlaub bei und mit anderen tut sich auch sonst so einiges in Richtung gemeinschaftlich erleben, wie die Touristische Runde in München zeigte. 


"Gemeinsam statt einsam: Die Idee der Collaborative Consumption " vollständig lesen

Nächste Ausfahrt Skigebiet

Sonntag, 15. Januar 2012

Auf allen Gipfeln ist schon längst keine Ruhe mehr. Aus den Hütten dröhnt Musik und bald schon wird ein Netz von Hotspots die Berge überziehen. Wlan im Skigebiet, apps auf dem Smartphone, das ist keine Zukunftsmusik. An der Bergstation die Mails checken, im Lift mal eben ein Foto posten, auf der Hütte mit Freunden auf Facebook chatten: Der Skifahrer von heute ist bald nirgends mehr offline. Die Wintersportorte rüsten digital auf. Wozu das alles, fragte die Touristische Runde München. Sind apps und Wlan im Skigebiet digitaler Schnickschnack, Image-Politur oder ein Service für Skifahrer?

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Skiurlaub: Was Hänschen nicht lernt...

Montag, 14. November 2011

Die Skikarusselle werden immer größer, die Liftpreise erklimmen astronomische Höhen und das in Zeiten, in denen das Geld nicht nur in den Ländern und den Kommunen knapp ist, sondern auch in den Taschen der Familien. Sie leiden am meisten unter Preisanstiegen, multipliziert sich die Summe der Ausgaben doch jedes Mal um mindestens drei oder vier. „Können Familien sich einen Skiurlaub überhaupt noch leisten?“ fragte die Touristische Runde in München. Die Antworten waren eher differenziert.

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Sanfter Tourismus war gestern, Nachhaltigkeit ist heute. Und Corporate Social Responsibility (CSR) ist das, worüber auch die Reisebranche heute spricht. Nur: Was steckt eigentlich dahinter? Die Touristische Runde wollte es genauer wissen und lud eine Riege von Referenten ein, um Antworten zu bekommen.

"Bitte nicht zu viel Elend: Corporate Social Responsibility - Was steckt dahinter? " vollständig lesen

Wir haben es uns wohl verdient, dass dieser Tag am Tegernsee einer der schönsten Sommertage des Jahres 2011 ist - vor allem Daniela Piroth, die diesen Ausflug zusammen mit Tegernsee Tal Tourismus für uns organisiert hat: Weiß-blauer Himmel wie aus dem bayerischen Märchenbuch, goldene Sonnenflecken auf dem grün-blauen Tegernsee, Berge im Licht, der Duft nach frisch gemähtem Heu und nach Rosen, sattgrüne Wiesen und glasklare Bächlein. Haben wir uns in einen Werbefilm von Tegernsee Tal Tourismus verirrt? Geschäftsführer Georg Overs ist die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben, als er die Runde vor dem Medius Zentrum empfängt.

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Social Media - ein schönes Hobby?

Donnerstag, 28. Juli 2011

Social Media ist das Thema unserer Zeit, nicht erst seit dem Film „ The Social Network“ über Facebook-Gründer Marc Zuckerberg. 750 Millionen Menschen tummeln sich mittlerweile auf seiner Plattform. Dann gibt es ja auch noch Xing und LinkedIn, nicht zu vergessen Twitter. Und derzeit geht mit Google + ein neues Netzwerk an den Start, das einen Frontalangriff auf Facebook verspricht. Doch was bringen all die schönen sozialen Netzwerke? Wie sozial sind sie? Wo liegt der Mehrwert für die Journalisten, der Königsweg für die PR? In der Touristischen Runde, die Götz A. Primke (Legourmand.de) moderierte, gab es dazu die unterschiedlichsten Antworten.

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Allianzen für den Mobilitätsmarkt

Sonntag, 22. Mai 2011

Zusammen ist man stärker. Das lernt man schon im Kindergarten. Und in einer globalisierten Welt sind internationale Partner (überlebens)wichtig. 1997 schmiedeten fünf Luftfahrtunternehmen, darunter die Lufthansa, deshalb die Star Alliance, um ihren Kunden ein weltumspannendes Netz zu sichern. Inzwischen gehören 27 Airlines zu der Allianz. Zwölf Fluggesellschaften haben sich zu One World zusammengetan, 13 Airlines arbeiten im SkyTeam zusammen. Alle drei zusammen bedienen 60 Prozent des weltweiten Luftverkehrs. Eine Erfolgsgeschichte. Doch nicht nur in der Luft, auch auf der Schiene sollen Allianzen die Zukunft sichern. So haben sich sieben europäische Hochgeschwindigkeitsbahnen im Railteam zusammengetan. Bei der Touristischen Runde wurde klar, wie solche Allianzen Zukunft sichern und den Kunden Mehrwert bieten sollen.

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Wie gesund kann Landschaft sein?

Dienstag, 19. April 2011

Für den französischen Strukturalisten Claude Levi-Strauß ist die Landschaft ein Spiegelbild unserer Bedürfnisse. Und Andreas Weber schrieb vor geraumer Zeit in Geo „Von der Natur so viel als möglich zu bewahren, ist auch ein Gesundheitsprojekt. „Wie gesund kann Landschaft sein?“ fragte die Touristische Runde und bekam darauf die unterschiedlichsten Antworten.

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Zurück auf die Touristische Landkarte

Donnerstag, 3. März 2011

„Es gibt Umstände, unter denen der Tourismus verschwindet etwa wegen politischer Unruhen, Naturkatastrophen oder auch Epidemien – und wieder zurückkehrt, meist mit nie gekannten Wachstumsraten. Reisen ist Teil der fundamentalen Bedürfnisse der Menschen und wird bleiben und wachsen.“ Jean-Claude Baumgarten, Ex-CEO des World Travel & Tourism Council und 40 Jahre im Geschäft.
Es sieht ganz so aus als hätte Baumgarten auch diesmal wieder recht. Tunesien und Ägypten, durch den Aufstand der jungen Eliten für mehr Demokratie für kurze Zeit Schauplätze blutiger Auseinandersetzungen, sind zurück auf der touristischen Landkarte. Schon Ende Februar schicken Thomas Cook und die Rewe-Veranstalter wieder erste Flugzeuge in die beliebten Urlaubsländer. „Wie kommt ein Land zurück auf die politische Landkarte“ war die brandaktuelle Frage in der Touristischen Runde. Die Antworten waren eher differenziert.

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Gibt es bald den Skikurs auf Krankenschein? Zahlt die AOK
statt Wellness in Ungarn den Skiurlaub in St. Anton? Über positive
gesundheitliche Aspekte des Skifahrens vor allem für Menschen über 60
informierte der Salzburger Professor Erich Müller die Touristische Runde und
veranschaulichte das Ganze mit einem Kurzfilm.
Schon jetzt kommen unter den schicken Helmen und den
modischen Bommelmützen immer mehr graue Haare zum Vorschein. Der demographische
Wandel
hat die Skipisten erreicht. Allerdings sollte niemand bis zum
Pensionsalter warten, um mit dem Skifahren zu beginnen oder wieder auf die Ski
zu steigen. Wie es gelingen könnte, das große Potenzial der Wiedereinsteiger zu
heben, auch damit beschäftigten sich die Referenten der Runde.


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In den Hütten ist der Luxus eingekehrt

Sonntag, 21. November 2010

Hütten mit Plumpsklo und Kaltwasser aus dem Brunnen, das war einmal. Heute ist auch in solchen Refugien der Luxus eingekehrt: Statt kalt waschen warm duschen, gar im alpinen Spa relaxen, statt Matratzenlager kuschelige Betten im intimen Rahmen, statt Hüttenbrotzeit Gourmetmenü. Im Almdorf Seinerzeit sollen sich die Hüttenwirte gar als „Alm-Butler“ bewähren. Was ist da passiert, wollte die Touristische Runde wissen.

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Club-Urlaub: Wichtig ist das Wir-Gefühl

Dienstag, 5. Oktober 2010

Die Geburt des Clubgedankens ist schon eine ganze Weile her. Vor 60 Jahren hatte der Belgier Gerhard Blitz die zündende Idee, die vom Krieg traumatisierten Menschen mit einem gemeinsamen Urlaubserlebnis in schöner Natur zu locken. Das Konzept schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe. 2300 Gäste wollten auf Mallorca im Zeltdorf Auszeit vom Alltag erleben – unter Freunden, in entspannter Clubatmosphäre. Weiter 10 000 Interessenten mussten sich noch gedulden. Für den Cluburlaub auf Tahiti brauchten die Gäste drei Monate Zeit, je einen Monat für die An- und Abreise und einen Monat für den Aufenthalt. Das nennt man heute Nachhaltigkeit. Nur, wer hat schon so viel Zeit? Auch andere Errungenschaften des Clublebens wie die berühmte Perlenkette als Zahlungsmittel oder den Animateur gehören der Vergangenheit an. Der Club Med fand Nachahmer und er musste Federn lassen. Die Kunden haben sich geändert - aus den jungen Singles wurden Familien, mittlerweile auch Best Ager - und mit ihnen haben sich die Ansprüche verändert. „Wie zeitgemäß ist Cluburlaub heute“ hieß deshalb die Frage in der Touristischen Runde. Und sie fand eine überraschend einhellige Antwort.

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Dieser Ausflug war spannend wie ein Krimi vom Anfang bis zum Ende. Kein Wunder, folgte die Touristische Runde im August doch den Spuren des derzeit wohl berühmtesten Allgäuer Kommissars. Kluftingers Fälle gaben das Thema vor bei der kleinen Tour zwischen Alatsee und Altusried.
Die richtige Spürnase ließen einige Teilnehmer schon bei der Anfahrt vermissen, u.a auch die Sprecherin der Runde. Statt auf dem Parkplatz am Alatsee landeten sie im Umland von Füssen. Geduldig wartete Füssens Tourismuschef Stefan Fredlmeier mit Führerin Erih Gössler auf die Nachzügler, ehe die Wagenkolonne zum Alatsee aufbrach. Zur Begrüßung gab’s die erste Überraschung – knackige bayerische Brezen zur Stärkung. Fredlmeier, seit einem Jahr in Füssen, lud die Teilnehmer ein, die Augen offen zu halten. Füssen sei mehr als Neuschwanstein, sagte er und dass er sich „privilegiert“ fühle, hier zu leben trotz des „Wetters mit Charakter“. Das zeigt sich beim Rundenausflug von seiner launischen Seite, mal grau, dann wieder blau.

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Eyafjallajökull – der Zungenbrecher ist in aller Munde. Im April hatte der Ausbruch des bislang weitgehend unbekannten isländischen Vulkans fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lahm gelegt. Die Schließung von Hunderten von Flughäfen hatte ein beispielloses Chaos ausgelöst, mehr als acht Millionen Reisende waren auf den Flughäfen sitzen geblieben, die Airlines fuhren Milliardenverluste ein und die Reisebranche musste Einbußen in Millionenhöhe hinnehmen, weil gebuchte Reisen abgesagt werden und Reisende, die in den Urlaubsländern festsaßen, versorgt werden mussten. Und niemand weiß, wie es weitergeht. Die Unkalkulierbarkeit dieser Aschewolke ist die eigentliche Bedrohung, räumten die Referenten der Touristischen Runde ein. „Wie verwundbar ist der Tourismus?“ war das Thema des spannenden Abends.

"Aschewolke und kein Ende: Tourismusbranche zwischen Hoffen und Bangen" vollständig lesen