Starkes Stück: Elisabeth Herrmanns „Das Dorf der Mörder“

Eva Mattes liest dieses Hörbuch nach dem Roman von Elisabeth Herrmann und sie liest es so großartig, dass die Charaktere beim Zuhören Gestalt annehmen, dass die Zuhörer hineingezogen werden in diesen Strudel aus Familienschande, Missbrauch und Totschlag in dem offensichtlich von Gott und der Welt verlassenen Kaff Wendisch Bruch im hintersten Brandenburg.

Es fängt filmreif an mit einem Toten im Gehege der Pekari-Schweine des Berliner Tiergartens. Weiter geht’s mit einer Rattenzüchterin, die alsbald als Mörderin verhaftet wird. Es folgen eigenmächtige Ermittlungen der jungen Streifenpolizistin Sanela Beara, die ihren Chef zur Weißglut und die Zuhörer zum Schmunzeln bringen ebenso wie die komplizierte Liebesgeschichte des naiven Psychologiestudenten Jeremy mit der attraktiven Schwester der Verdächtigen. Doch dann kommt’s knüppelhart. In Wendisch Bruch, dem Dorf ohne Männer, kündigt sich ein dramatischer Show-Down an. Begleitet von Hundegeheul ist ein Monster am Werk, das vor 20 Jahren in einem Albtraum zum Leben erwachte und das jetzt dabei ist, sein grausiges Werk zu vollenden – unter den Augen des Dorfes, aus dessen dumpfer Trostlosigkeit es kein Entrinnen zu geben scheint. Dieser wüste Krimi hat viele Facetten, vor allem auch gesellschaftskritische. Ein starkes Stück!
Info: Elisabeth Herrmann, Das Dorf der Mörder, Der Hörverlag, 7 CD, 19,99 Euro

Ein Kommentare
  • Harris
    April 6, 2013

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