Da steht er blau und glänzend, der Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AIXL ist das erste Flugzeug der Münchner Flotte, das zum 100. Gründungsjubiläum der Lufthansa in dem ungewöhnlichen Design eines XXL-Kranichs lackiert wurde. „Das schönste Design“, so CEO Jens Ritter, trage die Geschichte und das Selbstverständnis der Lufthansa in die Welt. Insgesamt sollen sechs Maschinen mit einer Jubiläumsmarkierung fliegen, darunter ein in München stationierter A380.
25 neue Flugzeuge
Zum 100. Geburtstag investiert die Lufthansa aber nicht nur in Retro-Markierungen, sondern vor allem in die umfangreichste Flottenerneuerung ihrer Geschichte mit 25 „werkneuen Flugzeugen“. Zugleich investiert sie in die Kabinenausstattung ihrer größten Maschinen. Unter anderem erhalten die Boeing 747-8 und der Airbus A350-900 neue Sitze in allen Klassen. Zum Auftakt dieses Umrüstungsprogramms, in der Luftfahrt gern „Retrofit“ genannt, erhält der Airbus A380-800 ab Februar neue Business-Class-Sitze. Insgesamt wird es künftig 68 neue Business Class Sitze an Bord des A380 geben.
Mehrwert für Economy
Die Verbesserungen sollen nicht nur den Business- und First-Class-Passagieren zugutekommen, auch Gäste in der Economy sollen sich wohler fühlen. Erstmals bekommen auch sie ein Amenity Kit wie sonst nur die Gäste in den höheren Klassen. Und auch sie sollen beim Essen wählen können. Drei Gerichte stehen künftig zur Auswahl.
Schnellstes Internet
Nicht nur die Sitze sollen umgerüstet werden, die Lufthansa steht laut Ritter vor der „größten Flottenerneuerung“. „Wir haben das Reisen neu gedacht“, sagt der Münchner Lufthansa-Chef und meint damit auch den komplett neuen Langstrecken-Bordservice und das durch Starlink ermöglichte „schnellste Internet an Bord“. Mit der Flottenerneuerung als „größtem Transformationsprojekt der letzten Jahre“ stelle sich die Lufthansa den Herausforderungen der Zukunft: „Jede neue Maschine macht uns effizienter“.
KI in der Flugplanung
Jörg Beißel, Chief Financial Officer, erinnert in dem Zusammenhang auch an die neuen Scanner am Terminal 2, die dabei helfen, die Wartezeiten deutlich zu reduzieren. „Zusammen sind wir stark“, lobt er die Kooperation zwischen Lufthansa und Flughafen München. Ab Herbst werde ein A350-1000 die LH-Flotte in München ergänzen, verspricht er und deutet an, dass KI in der Flugplanung Flüge nachhaltiger machen könnte, womöglich auch pünktlicher.
Da habe sich schon viel getan, so Jens Ritter. Immerhin seien die LH-Maschinen 2025 so pünktlich wie zuletzt vor zehn Jahren.







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Anja Keul
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Grazyna Kotlubei
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