Kosice Kulturhauptstadt 2013: Meine Top Ten

Kosice, Kaschau, die slowakische Kulturhauptstadt 2013, war einmal Königsstadt. Auch wenn viele Gebäude durch einen Großbrand zerstört wurden, sind Spuren einstiger Größe in der Stadt noch zu sehen. Am schönsten ist autofreie die Hauptstraße mit der gotischen Kathedrale und dem Theater in der Mitte. Aber es lohnt sich auch, mit offenen Augen durch die kleinen Gassen zu schlendern. Und natürlich auch einen Ausflug in die Umgebung zu machen, in die Zips beispielsweise.

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Die Unbesiegbare: Porto

Sie sieht tatsächlich so aus, als wäre ein Meteorit mitten in der Stadt gelandet – die marmorweiße Casa de Musica, die das Architektenteam um Rem Koohlhaas der Kulturhauptstadt von 2001 hingestellt hat. 2005 wurde der monolithische Betonkubus an der Avenida da Boavista in Porto eröffnet. Und das Konzerthaus mit der gewellten Glasfläche an der Stirnseite wird gut angenommen – auch der eher nüchterne Platz drumrum, auf dem sich Portos Jugend gerne trifft.
Der Rem-Koolhaas-Klotz mit der hervorragenden Akustik ist nicht der einzige Architekturstreich, den sich die portugiesische Stadt am Douro anlässlich des Kulturhauptstadtjahres geleistet hat. Schon zwei Jahre vorher wurde das Museum für zeitgenössisches Kunst eingeweiht. Den eher minimalistisch wirkenden Bau im wunderschönen Park von Serralves hat Portos renommierter Architekt Alvaro Siza Vieira als „Dialog mit der Natur“ geplant. Claes Oldenburg hat die gigantische Schaufel am Eingang beigesteuert. Denn dieser 18 Hektar große Park mit dem rosaroten Herrenhaus im modernistischen Stil – auch es versteht sich als Bühne zur Natur – ist vieles in einem: sorgsam gepflegte Gartenarchitektur im französischen Stil mit Wasserspielen und Wegen mit rosa Sand, englisch-inspirierte Gartenlandschaft mit alten Bäumen, Architektur- und Kunstmuseum und – Bauernhof. Hier sollen die Stadtkinder ein Stück Natur mit Schafen und Kühen kennenlernen und erfahren, dass die Mittel zum Leben nicht ohne harte Arbeit zu haben sind.

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Baustelle Breslau

Tausende von Menschen demonstrierten vor kurzem in Breslau (polnisch Wroclaw) gegen die EU-Sparpolitik, während die EU-Finanzminister in der Jahrhunderthalle der Stadt über immer neue Rettungspläne für Griechenland diskutierten. Dabei bot Breslau eine symbolträchtige Kulisse für die Gespräche der Kassenwarte über die Euro-Baustelle. Denn die polnische Stadt, die 2012 einer der Austragungsorte der Fußball-EM sein wird und 2016 zusammen mit dem spanischen San Sebastian Kulturhauptstadt, ist selbst eine riesige Baustelle. 1,5 Milliarden Millionen Euro werden für die unterschiedlichsten Projekte und die Verbesserung der Infrastruktur bis 2016 verbaut. Ein Teil des Geldes kommt aus EU-Töpfen, gerade mal 1,5 Millionen Euro bringt der „Melina-Mercouri-Preis“ für die Kulturhauptstadt. In den nächsten fünf Jahren findet „der größte Umbau der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg“ statt, sagt Jan Wais, der im Breslauer Rathaus für die Auslandsbeziehungen zuständig ist – und er scheint darüber ganz glücklich zu sein. Ein Baustellen-Besuch.

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Tipps für Krakau

Anreisen: Lufthansa fliegt im Codeshare mit der polnischen Fluggesellschaft LOT von München oder Frankfurt direkt nach Krakau, airberlin ab Berlin, Germanwings ab Stuttgart und Köln. Termine und Preise im Reisebüro oder auch im Internet, z.B. unter http://www.polen-digital.de/fluege/krakau/Übernachten: In Krakau gibt es jede Art von Unterkunft von Hostels für den kleinen Geldbeutel bis zur Luxusherberge. Das Sheraton Krakau liegt nahe Wawel und Weichsel, zur Innenstadt sind es 15 Gehminuten. Sonderpreis für zwei Nächte im Klassik-Zweibettzimmer 170 Euro, allerdings ohne Frühstück. Aktuelle Preise unter www.starwoodhotels.com/sheraton/ Gleich um die Ecke vermietet die Cafe-Galerie Indalo Zimmer. Das DZ kostet mit Frühstück in der Hochsaison 50 Euro: www.krakowpkoje.pl  Vor allem im alten jüdischen Viertel Kazimierz gibt es jede Menge kleiner Hotels und Pensionen mit günstigen Angeboten etwa das Klezmer Hois direkt am alten Platz, DZ mit Gemeinschaftsbad inkl. Frühstück für zwei Nächte ab 90 Euro: www.klezmer.pl

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Istanbul nach dem Kulturhauptstadtjahr: „Man wird sehen, was daraus wird“

Wer vom Marmara Meer her nach Istanbul kommt, sieht zuallererst die Stadt der Moscheen: Blaue Moschee, Hagia Sophia, Süleyman Moschee. Noch beherrschen ihre Minarette den Himmel über der Stadt auf den sieben Hügeln und prägen ihre gerundeten, fast schon körperlichen Silhouetten das Bild von Istanbul. Doch schon lange wächst die Stadt über sich hinaus, schrauben sich gläserne Wolkenkratzer himmelwärts und stehlen den schlanken Minaretten die Schau. Istanbul, vormals Konstantinopel und noch früher Byzanz, heute eine 15- oder auch 17-Millionen-Metropole – niemand weiß das so genau – ist eine Stadt im Wandel, und das nicht erst seit diesem Kulturhauptstadtjahr.

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