Es war einmal eine kleine Pension im kleinen Bergdorf Ellmau. Der Tourismuspionier Hans Joachim Stickroth aus Hannover brachte in den 1950iger Jahren nicht nur deutsche Sommerfrischler in das Dorf am Wilden Kaiser, er baute auch das „Haus Tyrol“ – mit fünf Zimmern, alle mit fließend Wasser. 1968 gründete Stickroth das Stammhaus mit Hallenbad und gab ihm seinen Spitznamen „Der Bär“.
Der Bär bleibt der Bär
Mit den Jahren wuchsen die Häuser zusammen, wurden größer und luxuriöser. Die Besitzverhältnisse änderten sich, der Name blieb und Der Bär beliebt. 1992 hat das Ehepaar Windisch das Hotel übernommen. Seit 2012 ist Sohn Andreas Windisch für die Führung des Hauses verantwortlich.
Im Angesicht des Kaisers
2017 hat er zusammen mit seiner Frau Ursula das Hotel behutsam erneuert. 62 großzügige Zimmer und Suiten fügen sich in den natürlichen Rahmen des schönen Parks. Vom Infinity-Pool vor dem Badehaus blickt man direkt auf die schroffen Felsen des Wilden Kaisers, und im 30 Meter langen Sommerpool können Gäste ganz ungestört ihre Runden ziehen. „Wir wollen wirklich den Urlaubergast“, sagt Andreas Windisch.
Kosmopolitisches Haus
Die Gäste wissen es zu schätzen. Viele sind Stammgäste, manche kommen von ganz weit her – bis aus Australien. Sie mögen die kosmopolitische Atmosphäre, die mit Ursula Windisch ins Haus kam. Sie wuchs in Namibia auf, studierte in Kapstadt und lebte in London, bevor sie Andreas Windisch nach Ellmau folgte.
Taufpate Helmut Berger
Kennen gelernt hatten sich die Farmerstochter aus der namibischen Savanne und der Hoteliersohn aus den Bergen in Berlin. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sich Andreas Windisch – grau melierte Haare, offenes Lächeln. So manchen Stammgast kennt er seit Kindesbeinen, mit vielen hat er im damaligen Miniclub gespielt. Andreas Windisch ist im Hotel aufgewachsen, auf Du und Du mit so manchem Promi. Der Großschauspieler Helmut Berger war sein Taufpate.
Echte Fusion Cuisine
Mit getragen wird die Willkommenskultur von den stets freundlichen Mitarbeitern, die dem Bären oft seit Jahrzehnten die Treue halten. Und die Weltoffenheit des Hauses reicht bis in die Küche, wo Küchenchef Herbert Wieser eine perfekte Fusion Cuisine pflegt – regional und international im Einklang. Da passt dann die Passionsfrucht-Espuma zur gebratenen Goldforelle, und in der Vitello-Roulade behauptet sich die Gurke neben der Papaya.
Zeitgeist und Tradition
Der Bär hat sich dem Zeitgeist angepasst, verzichtet in den großzügigen Zimmern und Suiten auf Schnörkel und Nippes. Die großen Fenster bilden den Rahmen für die großartige Berglandschaft des Wilden Kaisers. Drinnen sorgen Eichenholzböden, Loden und warme Erdtöne für Wohlbefinden. In manchen Winkeln und in der schönen, alten Stube darf auch die Tradition weiterleben – mit knarrenden Stufen, hölzernen Heiligen oder einer Muttergottes mit Kind.
Wie sagte Andreas Windisch, Vater von einer 20-jährigen Tochter und zwölfjährigen Zwillingen: „Bei und fühlen sich ältere und junge Menschen wohl.“ Da muss das Hotelierspaar wohl einiges richtig gemacht haben.
Wandern, Golfen, Ausflüge
Auch die Natur trägt ihren Teil zu einem erholsamen Urlaub bei. Im Reich des Wilden Kaisers (und des Bergdoktors) gibt es unzählige Wanderrouten. Golfer haben die Wahl zwischen dem Golfplatz Kaisergolf und dem Golfclub Wilder Kaiser. Und wenn das Wetter mal nicht so richtig mitspielt, empfiehlt sich ein Ausflug zur Kaiserschnecke, Tirols erster Weinbergschneckenzucht oder zu Kaufmann Spirits und der innovativen Schaubrennerei „Mühlberg Rem“. Zu viel für einen Hotelaufenthalt? Kein Problem, Der Bär freut sich über neue Stammgäste.
Info. Hotel Der Bär, Kirchbichl 9, 6352 Ellmau am Wilden Kaiser, Österreich, Tel. 0043/5358 2395, E-Mail: info@hotelbaer.com, www.hotelbaer.com, DZ ab 359 Euro









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Barbara Friederike
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